Gemeinderat: 662000 Euro sollen dieses Jahr für die Feuerwehr ausgegeben werden. Das haben die Politiker einstimmig beschlossen.

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Das Mülhausener Feuerwehrgerätehaus bekommt an der Gartenseite einen 36 Quadratmeter großen Anbau.

Das Mülhausener Feuerwehrgerätehaus bekommt an der Gartenseite einen 36 Quadratmeter großen Anbau.

Friedhelm Reimann

Das Mülhausener Feuerwehrgerätehaus bekommt an der Gartenseite einen 36 Quadratmeter großen Anbau.

Grefrath. Es wird mittelfristig kein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus für Oedt und Mülhausen geben. Damit bleibt es bei den vier Standorten für die Feuerwehr der Niersgemeinde. Zudem wird das Mülhausener Gerätehaus an der Kirchstraße erweitert und saniert. Dies beschloss der Grefrather Gemeinderat am Dienstagabend- und zwar einstimmig.

Damit war nach der turbulenten Gemeinderatssitzung vom 22. März nicht unbedingt zu rechnen gewesen. Denn vor fünf Wochen hatte die Mehrheit von SPD, FDP und Grünen dafür gestimmt, den Neubau-Beschluss des alten Gemeinderates zu kippen. Danach schlugen die Emotionen hoch- bis zum Rücktritt von Gemeindebrandmeister Harald Hoersen.

Doch die vielen Gespräche, die Politiker, Bürgermeister Manfred Lommetz, Rathaus- und Feuerwehr-Verantwortliche danach geführt haben, scheinen Früchte getragen zu haben. Am Dienstag wurde das Thema Feuerwehr im öffentlichen Teil sachlich behandelt. Und einem SPD-Antrag stimmte gar die CDU zu...

Nachdem der Mülhausener Gerätehaus-Neubau auf dem Hof der ehemaligen Marienschule am 22.März gekippt wurde, ging es darum, was mit den 346000 Euro aus dem KonjunkturpaketII der Bundesregierung geschehen soll. Einstimmige Zustimmung gab es am Dienstag für folgende Lösung: 100000 Euro werden in den Ausbau und die Sanierung des Mülhausener Gerätehauses investiert (siehe Kasten). Zudem wird- mit zusätzlichem Geld aus der Gemeindekasse- ein Hubsteiger für die Wehr gekauft; Kosten: rund 300000 Euro. Dieses Fahrzeug sollen auch Bauhof und Gemeindewerke nutzen, die die Wartung übernehmen. Außerdem stehen im Haushalt der Gemeinde noch 262000 Euro für die Feuerwehr, um ein neues Fahrzeug für den Löschzug Oedt zu kaufen.

Girmes-Areal: Antrag für den Bau einer Biogas-Anlage ist gestellt

Von der Tagesordnung des Gemeinderates gestrichen wurde zum Auftakt der Sitzung im Oedter Rathaus eine Änderung des Flächennutzungsplans (FNP). Dahinter steckt der Bau einer weiteren Biogas-Anlage zwischen Grefrath und Vinkrath. Allerdings ist der potenzielle Investor noch nicht so weit. Deshalb hat er die Verwaltung gebeten, den FNP (noch) nicht zu ändern.

Das Gerätehaus an der Kirchstraße soll an der Gartenseite einen 36Quadratmeter großen Anbau für einen Versammlungsraum bekommen. Der jetzige Versammlungsraum wird zur Umkleide.

Die Nachtspeicher-Heizung soll durch eine Gas-Therme ersetzt und das Dach erneuert werden. Zudem sollen Fenster und Toiletten erneuert werden.

"Wir müssen die Maßnahmen dieses Jahr noch angehen, denn das Geld stammt aus dem Konjunkturpaket II", sagt Bauamtsleiter Michael Räppel. Dafür braucht die Gemeinde einen Etat für 2010- und den muss nach der Verabschiedung am Dienstag im Gemeinderat noch der Landrat genehmigen.

Deutlich weiter ist das Trio, das in Oedt aktiv werden will: Den Antrag zum Bau einer Biogas-Anlage in der nordöstlichen Ecke des Girmes-Areals haben beim Kreis Viersen die Landwirte Markus Peters (Oedt) und Johannes Franken (Wankum) sowie die Grefrather Gemeindewerke gestellt. Es sollen nur nachwachsende Rohstoffe verwendet werden "Das riecht wie eine Mais-Ernte", versucht Erik Ix, Geschäftsführer der Gemeindewerke, Geruchs-Bedenken zu zerstäuben.

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