Mit gesegneter Kreide begeben sich 45Kinder der Pfarre Christ-König auf Sammeltour.

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Machen mit ihrem Besuch vielen eine Freude: die Sternsinger, hier beim Empfang im Rathaus.

Machen mit ihrem Besuch vielen eine Freude: die Sternsinger, hier beim Empfang im Rathaus.

Lübke

Machen mit ihrem Besuch vielen eine Freude: die Sternsinger, hier beim Empfang im Rathaus.

Kempen. Ein goldener Stern zeigt der königlichen Karawane den Weg vom Concordienplatz zur Berliner Allee. Getragen wird er von Svea (8), einer von zwei begleitenden Hirten. "Es macht Spaß, anderen Kindern zu helfen", sagt Jonas (9), der den Kaspar gibt. Und auch Lucas (9) mag seine Rolle als Melchior: "Die Tour von Haus zu Haus ist jedes Jahr spannend."

"Das Beste war immer, wenn jemand warmen Kakao ausgegeben hat."

Bernd Schmitz, ehemaliger Sternsinger

Bei eisigem Wintersonnenwetter machten sich die 45Sternsinger der Gemeinde Christ-König und deren Begleiter am Samstag auf und zogen von Haus zu Haus, um für Straßenkinder in Ecuador zu sammeln. Trotz fehlendem, da erkranktem Balthasar war der muntere Königstreck bester Laune und hochmotiviert. "Unser Weg führt über die Berliner Allee, die Wilhelm-Grobben-Straße entlang und endet Am Schlehdorn", sagt Begleiter Martin Sturm mit Blick auf die Karte. Zusammen mit Lea Thoelen (18, beide Mitglieder der Kolpingjugend) begleitete der 19-jährige die Könige.

Überall begegnen Menschen den Sternsingern freundlich, nie abweisend. "Klar kommt es schon mal vor, dass jemand nicht die Tür aufmacht", weiß Jonas aus Erfahrung. "Aber die meisten freuen sich über uns." Eine Familie an der Berliner Allee hat sogar telefonisch um einen Besuch der Sternsinger gebeten.

Das Vorgehen ist immer gleich: Erst wird gesungen, dann ein Text aufgesagt. Am Ende wird das Haus mit dem lateinischen Spruch "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus) bedacht. Die Kreide hierfür wurde bei der Aussendungsfeier in der Propsteikirche gesegnet- so will es die Tradition.

Öffnet keiner, so hinterlassen die Sternsinger einen roten Zettel mit Neujahrssegen und Gruß. "Ich fühle mich wohl, wenn die Sternsinger kommen", sagt eine Anwohnerin. Dagmar Koenig hat ihren Enkel Konstantin (1) auf dem Arm, als gesungen wird. Und Bernd Schmitz erinnert sich gerne an seine Zeit als Sternsinger: "Das Beste war immer, wenn jemand warmen Kakao ausgegeben hat." Dann reicht er den Königen, Hirten und Begleitern eine Schüssel Süßes: "Hier, für euch!"

Mittags stärkten sich alle im Pfarrheim am Concordienplatz bei Würstchen und Pommes und wärmten sich auf, bevor die Tour weiterging. Dann zeigte wieder der goldene Stern der königlichen Karawane den Weg.

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