Bürger-Info: Die Stadt informierte im Rathaus, wie es mit dem Gelände der Reinigung Hemesath weitergeht.

wza_1500x996_640146.jpeg
Das Gebäude der Reinigung Hemesath an der Wiesenstraße28 wird abgerissen.

Das Gebäude der Reinigung Hemesath an der Wiesenstraße28 wird abgerissen.

Friedhelm Reimann

Das Gebäude der Reinigung Hemesath an der Wiesenstraße28 wird abgerissen.

Kempen. Am Montagabend informierte die Stadt im Rathaus über die Planungen zum Sanierungsobjekt Hemesath an der Wiesenstraße28. Dort sollen nach der Insolvenz des Betriebes im Mai 2009 Grundwasser und Boden gereinigt werden. Die Kosten von rund zwei Millionen Euro teilen sich auf Land (80%), Kreis (15%) und Stadt (5%) auf. Die Stadtschatulle wird also mit 100000 Euro belastet.

Am Montag im Sitzungssaal wurde Kritik laut, warum mit der Sanierung erst jetzt begonnen wird. Der Technische Beigeordnete Stephan Kahl informierte, dass der laufende Betrieb dies bislang verhindert habe. "Unter anderem muss das Gebäude im Sommer abgerissen werden."

Allerdings, so Kahl, ist seit 1996 eine Anlage zur Bodensanierung im Einsatz, die das Erdreich tonnenweise von Giften befreit. Das Konsortium, das bereits das Gelände der Elektrochemischen Fabrik saniert hat, will den Boden des Areals Wiesenstraße bis 2012 ausgetauscht haben.

Die künftige Nutzung des Areals, das die Stadt Kempen erworben hat, ist noch offen. Kahl: "Vor 2011 wird keine Entscheidung getroffen, wenngleich sich eine Wohnbebauung anböte."

Anwohner, die sich um die Beschaffenheit ihrer Grundstücke sorgten, konnte Kahl beruhigen. Selbst wenn Nachbargrundstücke der Wäscherei mit Giften belastet wären, würden die Kosten zur Sanierung bei den Behörden liegen. Die Häuser der Anlieger würden unangetastet bleiben.

Bevor die Abrissbirne kommt, prüfen Gutachter die umliegenden Gebäude, damit die Eigentümer rechtlich auf der sicheren Seite sind. Anwohner, die ihr Grundstück verkaufen wollen, müssen nicht nachprüfen, ob das Grundwasser belastet ist. Kahl: "Grundwasser ist Eigentum des Staates und zählt nicht zum Eigentum des Grundstückbesitzers."

Infos zum Grad der Belastung gebe der Kreis Viersen raus. Das belastete Grundwasser habe keine Auswirkungen auf den Garten: Dessen Bäume und Pflanzen beziehen ihre Nährstoffe aus Regenwasser. Das durch die Wäscherei verschmutzte Grundwasser befindet sich jenseits der Wurzeln in 25 bis 30 Metern Tiefe.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer