27Schüler müssen mit Übelkeit ins Krankenhaus.

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Unter Atemschutz und mit Sauerstoffmasken dringen die Feuerwehrleute in das Gebäude der Lobbericher Hauptschule und suchen nach der Ursache des Gas-Austritts.

Unter Atemschutz und mit Sauerstoffmasken dringen die Feuerwehrleute in das Gebäude der Lobbericher Hauptschule und suchen nach der Ursache des Gas-Austritts.

Günter Jungmann

Unter Atemschutz und mit Sauerstoffmasken dringen die Feuerwehrleute in das Gebäude der Lobbericher Hauptschule und suchen nach der Ursache des Gas-Austritts.

Lobberich. Hitzefrei wäre den Schülern der Hauptschule am Ingenhovenpark lieber gewesen. Sie mussten ihre Schule gestern um kurz vor 11 Uhr verlassen: Gas. Einige klagten über Übelkeit und Luftnot.

Als immer mehr Schüler nach Luft rangen, entschlossen sich die Feuerwehrleute des herbeigerufenen Lobbericher Löschzugs unter Leitung von Leo Thoenissen, einen Großalarm auszulösen: 120 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr aus dem gesamten Kreisgebiet rückten mit 61 Fahrzeugen an.

"Das ist völlig übertrieben", sagte eine Achtklässlerin angesichts des Aufgebots. "Auf jeden Fall entschieden zu viel Feuerwehr", ergänzte eine Klassenkameradin.

27 Kinder, die auf dem Flur gewesen waren und über Atemnot klagten, wurden in der Turnhalle ärztlich versorgt und dann in die Krankenhäuser in Lobberich, Viersen, Süchteln und Kempen gebracht. Dort sollen sie 24 Stunden zur Beobachtung bleiben. Leo Thoenissen: "Nach der ersten ärztlichen Versorgung war klar, dass keine Lebensgefahr bestand."

Es handelt sich um ein Gas, das Sauerstoff verdrängt

Für die anderen Schüler geht heute der Unterricht weiter. Die Feuerwehr drang mit ihrem Erkundertrupp unter Atemschutz ins Gebäude, um nach der Ursache zu suchen. Gleichzeitig wurden Luftproben genommen, um zu klären, um welchen Stoff es sich handelt.

Klar ist, dass es ein Sauerstoff verdrängendes Gas gehandelt hat. Wo das aber herkam, bleibt unklar. Die Feuerwehr stellte fest, dass der einzige Feuerlöscher mit Kohlendioxid, der sich im Chemieraum befindet, sicher verplombt war und damit nicht die Ursache sein konnte.

Das Gas soll nun weiter untersucht werden. Ein Austrittsort für das Gemisch wurde nicht gefunden. Auch wurden nirgendwo Spuren einer giftigen Substanz entdeckt.

In der Hauptschule am Ingenhovenpark - dort gehen 342 Kinder zur Schule- gab es am 29. Oktober vergangenen Jahres einen ähnlichen Vorfall. Damals mussten Siebtklässler mit einer Drehleiter aus dem Gebäude gerettet werden.

In Verdacht geriet 2008 eine 15-Jährige, die eine ätzende Flüssigkeit in die Schule gebracht haben sollte. Sie bestritt alle Vorwürfe, beweisen konnte man ihr nichts.

Auch diesmal ermittelt die Kripo und führt nun Gespräche mit Schülern über verdächtige Beobachtungen.

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