Der Schnee ist weg, die Kommunen reparieren die Straßen. Aber: Der Winter ist noch nicht zu Ende.

schlaglöcher
Arg in Mitleidenschaft gezogen ist die Johannes-Girmes-Straße in Oedt (links). Vor der „eigenen Haustür“ reparierten die Bauhof-Mitarbeiter gestern An der Plüschweberei die Fahrbahn.

Arg in Mitleidenschaft gezogen ist die Johannes-Girmes-Straße in Oedt (links). Vor der „eigenen Haustür“ reparierten die Bauhof-Mitarbeiter gestern An der Plüschweberei die Fahrbahn.

Arg in Mitleidenschaft gezogen ist die Johannes-Girmes-Straße in Oedt (links). Vor der „eigenen Haustür“ reparierten die Bauhof-Mitarbeiter gestern An der Plüschweberei die Fahrbahn.

Geringe Schäden gibt es in Kempen, hier die St. Peterkirchstraße.

Friedhelm Reimann, Bild 1 von 3

Arg in Mitleidenschaft gezogen ist die Johannes-Girmes-Straße in Oedt (links). Vor der „eigenen Haustür“ reparierten die Bauhof-Mitarbeiter gestern An der Plüschweberei die Fahrbahn.

Kempen/Grefrath/Nettetal. „Wir müssen nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.“ So lautet das erste Fazit von Kempens Technischem Beigeordneten Stephan Kahl zu den Schlaglöchern in den Straßen. Seit gestern sind die Mitarbeiter des Bauhofes unterwegs.

„Die Kollegen schauen sich nach Schäden um. Wenn auf Straßen, Geh- und Radwegen eine Gefahr besteht, wird das Loch sofort mit Kalt-Asphalt geflickt“, sagt Kahl. „So viel musste aber noch nicht ausgebessert werden.“

Die Begründung: Nach dem harten Winter 2010 habe die Stadt so gut ausgebessert, „dass jetzt keine Altschäden aufgebrochen sind“. Viele Löcher gebe es auf dem Hooghe Weg, auf Bahn- (St. Hubert) und Eichendorffstraße.

Nach dem Flicken müssten dort die Schäden langfristig ausgebessert werden. Kahl: „Das kann aber erst im Frühjahr passieren. Der Winter ist ja leider noch nicht vorbei.“ Für den Haushalt 2011 plant Kahl mit 90 000 Euro für die Sanierung von Wirtschaftswegen und 100 000 Euro für die Reparatur von so genannten Oberflächen-Straßenschäden. „Darin sind alle Reparaturen enthalten – nicht nur Winterschäden.“ Ob eine Aufstockung der Mittel nötig ist, könne man erst nach dem Winter sagen.

Grefrath: Vor allem in Oedt ist die Lage kritisch

„Auf der Umstraße sieht es schlecht aus und An der Plüschweberei haben wir bereits mit Kalt-Asphalt geflickt“, fasst Bauamtsleiter Michael Räppel die Lage in Grefrath zusammen. „Aber ganz übel sieht in Oedt die Durchgangsstraße aus.“ Doch dafür ist der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig.

Das bestätigt Steffen Straub, Leiter der Straßenmeisterei in Breyell. Deshalb sollen auf dem 800 Meter langen Abschnitt der L 391 von der Umgehungsstraße in Mülhausen bis zum Girmes-Gelände in Oedt die Schlaglöcher Ende Januar oder Anfang Februar mit Heiß-Asphalt gefüllt werden.

Dafür muss ein Thermo-Behälter organisiert werden, damit der Asphalt auch die erforderlichen 200 Grad hat. Diese Arbeiten werden mehrere Tage dauern. Danach sollen die Schäden auf der Grefrather Westumgehung (L 39) und der Lobbericher Umgehung (L 373) zwischen Dyck und Fußgängerbrücke (Baugebiet Lo-Ost) beseitigt werden.

In Nettetal schaut Straßenbegeher Viktor Frank genau hin. „Caudebecring und Venloer Straße hat es arg erwischt“, sagt die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche. Sie schätzt, dass mindestens 100 000 Euro gebraucht werden, um die Schäden des Winters zu beseitigen.

Um die so genannte Verkehrssicherungspflicht zu gewährleisten, werden die großen Löcher derzeit mit Kalt-Asphalt gefüllt. Jochen Wigger vom Bauhof nimmt Hinweise entgegen, wo der Frost sichtbare Spuren hinterlassen hat: Tel. 02153/898 6802.

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