Durch Kerzen und Weihnachtsgestecke kann schnell ein Feuer ausbrechen. Die WZ sprach mit Kempens Feuerwehrchef Franz-Heiner Jansen.

Durch Kerzen und Weihnachtsgestecke kann schnell ein Feuer ausbrechen.
Diesen weihnachtlichen Horror kann man sich durch Vorsichtsmaßnahmen ersparen.

Diesen weihnachtlichen Horror kann man sich durch Vorsichtsmaßnahmen ersparen.

dpa

Diesen weihnachtlichen Horror kann man sich durch Vorsichtsmaßnahmen ersparen.

Kempen. Das Weihnachtsgesteck steht auf der Anrichte und verbreitet mit seinem wunderschönen Kerzenschein vorweihnachtliche Stimmung. Die drei Kinder der Familie toben durch das Zimmer – aber wenig später ist es vorbei mit der festlichen Stimmung. Das Weihnachtsgesteck steht in Flammen und kurz darauf auch der Polstersessel, der gleich daneben steht.

Diese Horrorsituation wünscht man selbstverständlich niemandem und trotzdem kommt sie immer wieder vor. Genauso wie geschildert haben das Franz-Heiner Jansen, Leiter der Feuerwehr Kempen, und seine Kollegen schon einmal erlebt. Was war passiert? Während die Kinder durch den Raum liefen, wurde eine Papierdecke unter dem Gesteck hochgeweht und geriet in Brand. Das hätte verhindert werden können, wenn die Familie statt der Papierdecke eine Bodenfliese oder ein Schale benutzt hätte.

Wenn das Unglück dann doch passiert ist, gilt es, den Schaden so gering wie möglich zu halten. „Wichtig ist es, einen Wasser-Schaum-Löscher oder ein Gefäß mit Wasser in der Nähe zu haben“, sagt Jansen. Der Schaumlöscher hat den Vorteil, dass die Überreste des Schaums später fast rückstandslos entfernt werden können. Auch elektrische Lichterketten können zur Brandfalle werden. Der Kunststoff kann sich erhitzen und beispielsweise Gardinen oder Vorhänge in direkter Nähe in Brand setzen.

Wichtig, so Jansen, sei es auch, darauf zu achten, dass eine künstliche Weihnachtbeleuchtung ein anerkanntes Prüfsiegel wie das VDE-Symbol (Verband der Elektronik Informationstechnik e.V.) oder das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) hat.

Feuerwehr verweist noch einmal auf die Rauchmelder-Pflicht

Gefahr kann auch von bereits stark ausgetrockneten Gestecken oder Adventskränzen ausgehen. Sie werden meist mit einem Draht zusammengehalten, der sich nach langer Brenndauer der Kerzen erhitzen und das trockene Grün dann entzünden kann.

Immer wieder gibt es – auch in der Weihnachtszeit – Fettbrände durch auf dem Herd vergessene Töpfe oder Fritteusen. Wenn sich das Fett entzündet, darf es auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden. „In solchen Fällen empfiehlt sich eine Löschdecke, die es schon für zirka 20 Euro im Baumarkt gibt“, sagt Jansen.

Eine generelle Hilfe sind Rauchwarnmelder, die rechtzeitig vor einem Feuer und einer Rauchentwicklung warnen und ab dem 1. Januar zur Pflicht werden. Einen ganz wichtigen Rat gibt Jansen zum Abschluss: „Helden riskieren nichts!“ Damit ist gemeint, dass man sich bei Löschversuchen nie selbst gefährden sollte. Im Zweifelsfall die Wohnung oder das Haus verlassen und in jedem Fall den Notruf 112 wählen.

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