Vorwürfe gegen Pflegerin nicht erhärtet.

Tönisberg. Die Krefelder Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen eine Altenpflegerin eingestellt, die verdächtigt worden war, einen Heimbewohner (88) aus Tönisberg umgebracht zu haben.

Den Leichnam des Mannes, der am 18. August 2008 auf dem Friedhof in Tönisberg beigesetzt worden war, hatten die Ermittlungsbehörden im Juni 2010 exhumieren lassen. Die Ergebnisse der aufwendigen Gewebeuntersuchungen hätten keinen Hinweis auf eine Straftat ergeben, sagt Oberstaatsanwalt Hans Dieter Menden.

Die Ermittler hatten den Hinweis erhalten, dass der 88-jährige Bewohner eines Krefelder Seniorenheims unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen sei. Die Vorwürfe richteten sich dabei gegen die Pflegerin, die ihn erst ein halbes Jahr vor dessen Tod geheiratet hatte.

88-Jähriger starb auf dem Friedhof in Tönisberg

Am Todestag des 88-Jährigen war die Pflegerin mit ihm auf den Tönisberger Friedhof gefahren. In einem Fahrzeug des Heims hatte sie den im Rollstuhl sitzenden Senior ans Grab seiner früheren Frau gebracht. Dort soll der 88-Jährige gestorben sein. Die Pflegerin habe ihn zum Wagen zurückgebracht, der ahnungslose Fahrer habe sie dann wieder nach Krefeld gefahren.

Dort soll sie den Toten auf sein Zimmer gebracht, erst dann Kollegen und Arzt gerufen haben. Der Mediziner habe nach einigen Stunden einen natürlichen Tod im Heim bescheinigt. Das Sozialgericht hatte später wegen einer Rentenklage erklärt, die Frau sei offenbar nur auf das Geld des Mannes aus gewesen.

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