Mit Blick auf einige Aussagen der Fraktionsvorsitzenden kann man für Grefrath nur hoffen, dass die Politiker in der Öffentlichkeit nicht mehr sagen wollten. Allen Beteiligten an der Sparrunde muss klar sein, dass es nicht damit getan ist, hier ein paar Euro zu streichen und dort ein paar Euro mehr einzunehmen. Zum Beispiel durch die Vermarktung von Bauland. Das kann sicher ein Aspekt eines Konzeptes sein, reicht aber alleine nicht aus.

Um der übergeordneten Behörde im Kreishaus einen echten Sparwillen zu demonstrieren, müssen die Verantwortlichen in Grefrath auch über unpopuläre Maßnahmen diskutieren. Selbstverständlich gehört dazu auch die Frage, ob sich die Gemeinde die sanierungsbedürftige Albert-Mooren-Halle in Oedt langfristig erlauben kann. Unterm Strich wäre es zwar wünschenswert, die Halle nicht aufzugeben. Ihre Schließung aber kategorisch auszuschließen, ist zu kurz gedacht.

In der finanziellen Lage der Gemeinde darf es für Politik und Verwaltung in der Diskussion keine Tabus geben. Das heißt zwar nicht, dass der Rotstift bei sämtlichen Ausgaben angesetzt werden muss. Die Verantwortlichen dürfen den Bürgern aber auch nicht vormachen, dass in Grefrath alles so weiterlaufen wird wie bisher.

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