Volksbank hat erfolgreiches Jahr hinter sich.

Kempen. In der Nacht zu Freitag haben Unbekannte ein Fenster zur Hauptstelle der Volksbank Kempen-Grefrath an der Burgstraße aufgehebelt. Die Presse bekam es hautnah mit: Für morgens war die Bilanzpressekonferenz 2017 des Geldinstitus angesetzt worden. Die Schalterhalle war jedoch mit Faltwänden gesperrt, da die Polizei Spuren sicherte. Nur über den Nebeneingang konnte die Bank deshalb von den Pressevertretern betreten werden. Noch steht nach Polizeiangaben nicht genau fest, was die Diebe alles erbeutet haben. Sie seien nur bis in die Büroräume vorgedrungen.

Wie Vorstandsmitglied Helmut Thönes erläuterte, seien Schränke aufgebrochen worden. Einige Rollen mit Hartgeld hätten die Täter entwendet. Das stabile Alu-Fenster sei gesichert gewesen. Zwei Rechner, die auf seinem Schreibtisch standen, hätten die Täter nicht mitgenommen.

Die Bankkunden konnten bis mittags nur die Automaten im Eingangsbereich nutzen. Danach lief der Betrieb wieder normal.

Wer in der Nacht zu Freitag an der Volksbank etwas Verdächtiges gesehen hat, sollte sich bei der Kripo unter Tel. 02162/3770 melden.

Der Einbruch konnte die gute Laune bei der Volksbank nicht trüben: „Wir gehen die notwendigen Veränderungen engagiert und erfolgreich an“, bilanziert Vorstandsvorsitzender Josef Stieger mit Blick auf Herausforderungen durch Digitalisierung, Niedrigzins-Phase, demographischen Wandel und Kostenstruktur. Die Kundeneinlagen legten um 20 Millionen Euro zu, die Zahl der Mitglieder stieg um 239 auf jetzt 6377 Teilhaber. Auch das Kreditgeschäft florierte: 46 Millionen Euro wurden neu ausgeliehen. Trotzdem bleibt der Gewinn wohl auf Vorjahresniveau. Grund: steigender Aufwand durch mehr staatlich vorgegebene Bürokratie, zunehmende Kosten für das Rechenzentrum und die Zahlung von Negativzinsen an die Zentralbank. Ein ausführlicher Bericht zur Jahresbilanz folgt.

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