Keine Frage: Mit Rudi Alsdorf verabschiedet sich einer der Dinos von der großen kommunalpolitischen Bühne. Sie liebten und sie hassten ihn- so könnte man das jahrzehntelange Wirken von Rudi Alsdorf auf den Punkt bringen. Langjährige Weggefährten schätzen bei ihm strategisches Geschick, Geradlinigkeit, väterliche Fürsorge, Offenheit- und Treue.

Politische Widersacher haben sich häufig genug die Zähne an dem oft barsch rüberkommenden Haudegen ausgebissen. Eines muss man Rudi Alsdorf allerdings attestieren: Er hat bis zum Anschlag für seine Überzeugung gekämpft, die er im Schoße der Christlich-Demokratischen-Union bestens aufgehoben wusste. Ein Trugschluss, wie er selbst seit Montag weiß. Dass er diesbezüglich enttäuscht worden ist, ist menschlich und allgemeinpolitisch eine herbe Enttäuschung.

axel.kueppers@westdeutsche-zeitung.de



Leserkommentare


() Registrierte Nutzer