Die Kunden in den örtlichen Geschäften machen sich Sorgen.

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Wie viele Eier sind dioxinverseucht? Die Verbraucher in Deutschland sind verunsichert.

Wie viele Eier sind dioxinverseucht? Die Verbraucher in Deutschland sind verunsichert.

dpa

Wie viele Eier sind dioxinverseucht? Die Verbraucher in Deutschland sind verunsichert.

Kempen/Grefrath/Nettetal. Eierkauf ist Vertrauenssache. Das galt auch schon vor den aktuellen Schlagzeilen über mit Dioxin verseuchtes Futtermittel. Die WZ hörte sich bei Supermärkten, Geflügelbauern und im Einzelhandel um: Haben die Verbraucher Angst vor dioxinbelasteten Eiern?

„Die Leute fragen nach und kaufen dann“, sagt Marktfrau Kornelia Eichhorn vom Dülkener Braßeler Hof auf dem Kempener Wochenmarkt. Sie verkauft Hühner- und Gänseeier aus Haversloh bei Schwalmtal: „Die sind gut. Und Eierkauf ist Vertrauenssache.“

Crynen-Hof bekommt die Unbedenklichkeit bescheinigt

Eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ bekommt der Geflügelhof Crynen in Ziegelheide von der Neusser Futtermittelfirma Kofu in den nächsten Tagen. „Auch beim Futter gibt es regelmäßige Kontrollen. Wir beziehen das Hühnerfutter seit 30 Jahren daher“, sagt Alexa Crynen.

„Viele Leute fragen nach“, sagt eine Mitarbeiterin beim Gemüse- und Obsthändler Petkens an der Engerstraße. Ihre Antwort lautet: „Unsere Eier kommen vom Kempener Piltershof.“ Im Biomarkt Vienhues erklärt Michael Rodermond: „Uns beliefern nur Erzeugerbetriebe, die Mitglied in einem biologisch arbeitenden Anbauverband sind.“ Das heißt: Die Hühner bekommen ausschließlich dioxinfreies Bio-Futter.

Ebenfalls frisch und gut seien die Eier, die es bei Müllers in Vinkrath, Heide, zu kaufen gibt. Seit 35 Jahren liefert der Bauer Josef Kresken aus Heinsberg dort Eier.

In den großen Supermarktketten fragen Kunden eher weniger nach, wie Wolfgang Herrmann bestätigt. Der Leiter des Lobbericher real-Marktes hat bislang „keine Resonanz“ auf das Thema Dioxin in Eiern bemerkt. 107 real-Märkte, darunter auch der in Nettetal, bekommen ihre Hühnereier vom Niederkrüchtener Geflügelbauern Goertz.

Edeka: Persönliche Anfragen bei Lieferanten

Edeka hat nach Bekanntwerden des Skandals seine sechs Eier-Lieferanten persönlich angesprochen. 90 Prozent der Betriebe kommen aus NRW. Das gilt auch für die Edeka-Märkte in Kempen und Hinsbeck. Die Rewe-Märkte in Kempen, Grefrath und Kaldenkirchen bieten Eier aus Bio-, Boden- und Freilandhaltung.

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