Der Metall-Diebstahl auf dem Friedhof ist am Montag Thema.

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Auf dem Grefrather Friedhof wurden die Bronzetafeln mit den Namen gefallener Soldaten gestohlen.

Auf dem Grefrather Friedhof wurden die Bronzetafeln mit den Namen gefallener Soldaten gestohlen.

Lübke

Auf dem Grefrather Friedhof wurden die Bronzetafeln mit den Namen gefallener Soldaten gestohlen.

Grefrath. Ein Metall-Diebstahl auf dem Grefrather Gemeindefriedhof wird Thema in der nächsten Sitzung des Bauausschusses am Montagabend sein: Die Bronzetafeln mit den Namen von 173 Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg ist weg.

„Wir sind entsetzt über diesen moralischen Tabu-Bruch und sollten im politischen Raum überlegen, wie wir das Andenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs wieder herstellen“, sagte die CDU-Partei-Vorsitzende Kirsten Peters bei der jüngsten Fraktionssitzung der Grefrather Christdemokraten.

„Im Ausschuss soll diskutiert werden, was nun geschehen soll“, sagte Bauamtsleiter Michael Räppel am Donnerstag auf Anfrage der WZ.

Nur 103 von 173 Namen können rekonstruiert werden

Denn von 173 Gefallenen könnten nur 103 Namen rekonstruiert werden. Zu dem Ehrenmal auf dem Friedhof an der Schaphauser Straße gehören auch die Namen der im Zweiten Weltkrieg Gefallenen, die in Stein gemeißelt sind, und ein Steinblock mit der Aufschrift „Den Opfern beider Weltkriege zum Gedenken“. Seit dem Diebstahl verwaist ist die rechte Seite, wo Tafeln mit den Namen aus dem Ersten Weltkrieg hingen.

„Neben verstärkt notwendigen Kontrollen durch die Polizei ist es sicherlich sinnvoll, dass jeder Bürger entsprechende Auffälligkeiten direkt meldet, damit die herumziehenden Diebes-Banden die Gemeinde zukünftig hoffentlich meiden“, sagt Manfred Wolfers junior, der für die CDU im Kreis-Polizeibeirat sitzt.

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