Ein kleiner Band über Mülhausen erzählt von früher.

Ein kleiner Band über Mülhausen erzählt von früher.
Pater Theodor Drathen lebte einige Zeit im Kloster in Mülhausen.

Pater Theodor Drathen lebte einige Zeit im Kloster in Mülhausen.

Stadtarchiv Mönchengladbach

Pater Theodor Drathen lebte einige Zeit im Kloster in Mülhausen.

Mülhausen. Bekanntlich ist Mülhausen nicht groß. Das war auch schon 1909 nicht anders, so dass man die hier wohnenden 140 Familien in nur drei Jahren alle besuchen konnte, manche auch mehrmals. Dies tat Pater Theodor Drathen (1880-1958) dann auch, als er von 1907 bis 1909 im Kloster „Unserer Lieben Frau“ in Mülhausen wohnte.

Er kümmerte sich zusammen mit dem Rektor von St. Heinrich – Mülhausen war damals noch Rektoratsgemeinde –, um jeden einzelnen Katholiken der Gemeinde und besuchte sie. Die sieben protestantischen Familien besuchte er dagegen ausdrücklich nicht.

Über seine Begegnungen, seine Eindrücke und seine Bewertungen der einzelnen Familienmitglieder fertigte er Aufzeichnungen an, wie sie damals wohl in allen niederrheinischen Gemeinden hätten aufgeschrieben werden können. Sie ergeben ein Bild des katholisch geprägten Lebens auf dem Lande mit seinen kirchlichen Pflichten eines Katholiken zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Schule, Vereine und Nachbarschaften prägten das Dorfleben im preußischen Kaiserreich.

Die Aufzeichnungen von Pater Drathen sind ein Dokument dieser Zeit auf 73 Seiten. Alfred Knorr und Heinrich Lennackers haben seine Aufzeichnungen transkribiert, um mehr als 100 historische Fotos ergänzt und nun in einem kleinen Band in limitierter Auflage veröffentlicht: „Mülhausen und seine Dorfbewohner in den Jahren 1909/10“. Verkauft wird er in der Grefrather Buchhandlung zum Preis von 6,90 Euro. Red

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