Der Briefkasten am Buttermarkt in Kempen ist weiterhin gesperrt. Im Zustell-Trubel hat die Post den einsamen gelben Kasten wohl vergessen.

Der Briefkasten am Buttermarkt in Kempen ist weiterhin gesperrt. Im Zustell-Trubel hat die Post den einsamen gelben Kasten wohl vergessen.
Auch eine Woche nach dem Weihnachtsmarkt können Postkunden ihre Briefe auf dem Buttermarkt immer noch nicht loswerden.

Auch eine Woche nach dem Weihnachtsmarkt können Postkunden ihre Briefe auf dem Buttermarkt immer noch nicht loswerden.

Tobias Klingen

Auch eine Woche nach dem Weihnachtsmarkt können Postkunden ihre Briefe auf dem Buttermarkt immer noch nicht loswerden.

Kempen. Viele werden nun denken: Bitte nicht schon wieder ein Bericht zur Post. Doch, leider schon. Der Flüsterer muss seiner journalistischen Pflicht nachkommen. Denn neben dem laufenden Zustell- gibt es in Kempen auch wieder ein Sendeproblem. Wer seine Post in den Briefkasten am Buttermarkt werfen möchte, hat derzeit Pech. Denn der gelbe Kasten ist zugeschraubt und mit einem roten Sperrvermerk versehen. Diese Aktion hat ja bei der Post schon Tradition. Alljährlich zum Weihnachtsmarkt schließt der Konzern den Kasten, weil er angeblich nicht mehr zur Leerung und Abholung erreicht werden kann. Andere Transporter kommen zwar während der Weihnachtsmarkt-Wochen in die Altstadt, der Dienstleister der Post aber nicht. Die Tradition wurde bekanntlich auch schon auf eine andere Art begangen. Die Post sperrte den Kasten in ihren Systemen, nur das Zuschrauben wurde nicht in die Tat umgesetzt. Das wiederum führte zu einem Überlaufen des Kastens mit Briefen. Zurück in die Gegenwart: Der Briefkasten ist – Stand Freitagabend – immer noch verschraubt. Obwohl der Weihnachtsmarkt schon seit einer Woche beendet ist. Gut, dieser Fehler kann sicher passieren. Er passt aber ins Post-Bild, das viele Kempener in den vergangenen Wochen bekommen haben. Wer weiß? Vielleicht wird ja 2018 alles besser.

Altstadt-Geflüster

Polit-Klamauk um Martins-Antrag

Einen Fehler haben wohl auch die Politiker gemacht, die einen CDU- und FDP-Antrag in den Landtag einbringen wollten. Wie in der vergangenen Woche geflüstert, unterstützte auch der Kreis-Abgeordnete Marcus Optendrenk (CDU) den Antrag beider Fraktionen, das Thema „St. Martin soll Kulturerbe werden“ zu forcieren. Offenbar hat aber keiner der Landespolitiker mit Jeyaratnam Caniceus und René Bongartz gesprochen. Die beiden Martinsfreunde aus Kempen und Brüggen, die den Kulturerbe-Antrag bei der Unesco gestellt haben, fanden sich im schwarz-gelben Antrag nicht wirklich wieder. Unter anderem seien einige inhaltliche Fehler aufgetaucht. „Ganz schön peinlich für CDU und FDP“, flüsterten da einige Landtags-Korrespondenten in Düsseldorf. Letztlich zogen CDU und FDP den Antrag zurück. Caniceus flüsterte nun in der WZ-Redaktion, dass es bald einen gemeinsamen Antrag im Landtag von CDU, FDP, SPD und Grünen geben soll. Keine schlechte Idee, sich da zu helfen. Ist ja auch im Sinne des Heiligen Martins.

Viel zu tun hatte in den vergangenen Tagen und Wochen Alfred Amberg: Der Senior der gleichnamigen Konditorei backt nämlich die leckeren Zimtsterne seines Hauses immer noch selbst. Jeder einzelne Stern wird von Hand ausgestochen, auch den Guss trägt der Konditormeister selbst auf. „Das kann keiner so gut wie er“, verrät Ehefrau Maria. Die verdiente Belohnung für diese Mühe: Die Zimtsterne sind in diesem Jahr vom Landesinnungsverband NRW mit einer Urkunde prämiert worden: „Sehr gut“ ist darauf zu lesen. Wer selbst probieren möchte: Die Zimtsterne gibt es im Café am Ring, aber auch in der Confiserie an der Engerstraße.

Ausflug zu Kempener Krippen

Morgen ist Heiligabend – das dürften Sie schon mitbekommen haben. In den Kirchen der katholischen Pfarrgemeinde Kempen können an den Weihnachtstagen und danach die Krippen besichtigt werden. In St. Marien ist diese vom 1. Weihnachtstag bis 29. Dezember täglich und am 31. Dezember von 14.30 bis 17 Uhr sowie am Freitag, 29. Dezember, dazu von 10 bis 12.30 Uhr zu sehen. In der Kirche St. Josef ist am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag jeweils von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet. In der Kirche Christ-König ist die Krippe vom 27. bis 29. Dezember täglich von 15 bis 17 Uhr zu sehen. Dazu findet am 1. Januar der 8. Tag der offenen Krippe in der Gemeinschaft der Gemeinden Kempen-Tönisvorst statt. Von 14.30 bis 17 Uhr sind neben den drei Kempener Kirchen auch die Kapelle St. Peter und die Pfarrkirchen in St. Hubert, Vorst und St. Tönis für Besucher geöffnet.

Nehmen Sie’s bitte mit Humor

Zum Schluss ein Gruß, liebe Leser. Der Flüsterer wird vor dem Fest nicht mehr für Sie schreiben. Deshalb sei Ihnen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest gewünscht. Genießen Sie die Tage im Kreise Ihrer Lieben. Und wenn etwas daneben geht, nehmen Sie es bitte mit Humor und Ironie. Das macht der Flüsterer das ganze Jahr über. Das letzte Altstadt-Geflüster 2017 erscheint am 30. Dezember.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer