Über die Böllerei zum neuen Jahr wurde in den vergangenen Tagen wieder heftig diskutiert. Für die einen ist es eine Tradition, die wunderschön und nicht wegzudenken ist. Für die anderen ist das Feuerwerk ein großer Störfaktor – vor allem mit Blick auf kleine Kinder, die nicht schlafen können, oder Tiere, die Angst haben. Verschärft wurde die Debatte in diesem Jahr zudem durch den Aspekt der Feinstaubbelastung.

Mal ganz abgesehen von diesen ganzen Aspekten ist die Test-Knallerei vor Baumärkten und Co. eine weitere Dimension dieses Streitthemas. Für Gegner des Brauchs muss es nahezu unglaublich klingen, dass Raketentests unter der Aufsicht eines Experten über mehrere Tage gestattet sind. Und dass einer Kommune dann mit Blick auf ein mögliches Verbot auch noch die Hände gebunden sein sollen, klingt ebenso unfassbar. Man stelle sich nur mal vor, dass neben Self und Kaas in gut zwölf Monaten auch noch Obi, Lidl, Rewe, Aldi und Edeka auf die bestimmt geschäftstüchtige Idee kommen, Test-Böllereien anzubieten. Verbieten kann man das ja – nach Angaben der Stadt Kempen – nicht. Das klingt danach, dass das Thema Genehmigung in diesem Bereich noch einmal überdacht werden sollte.

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