Beim letzten Konzert zeigen die Mitglieder ihr ganzes Können.

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Peter Ludwig dirigierte in der Paterskirche das letzte Konzert der Kempener Chorgemeinschaft.

Peter Ludwig dirigierte in der Paterskirche das letzte Konzert der Kempener Chorgemeinschaft.

Peter Ludwig dirigierte in der Paterskirche das letzte Konzert der Kempener Chorgemeinschaft.

Kempen. Wehmütig war den rund 100 Besuchern und den Sängern der Kempener Chorgemeinschaft am Samstagabend beim Konzert in der Paterskirche zumute. Das war deutlich zu merken. Denn das Konzert war das letzte des Chores: Er löst sich wegen fehlenden Nachwuchses auf.

Über 145 Jahre lang war er fester Bestandteil des Kempener Kulturlebens. Als Männergesangverein gegründet, gesellten sich später Damen dazu. Zeitweise gab es über 100 Sänger, sagte Albert Planker. Er erinnerte zwischen den Stücken an die Vereinsgeschichte.

Herbstlieder passen zur wehmütigen Stimmung

"Singend und klingend durch das Jahr" zog der Chor am Samstag unter Leitung von Peter Ludwig. Unterstützt wurde er von Sopranistin Yvonne Herter, Björn-Kai Feist am Flügel, Thomas Heuser am Horn sowie von Gastsängern. Die Instrumentalisten trugen auch Soli vor.

Der klingende Jahresreigen nahm seinen Anfang im Herbst. Das passte zur wehmütigen Stimmung, ebenso die Winterlieder. Der Chor bewies, dass er dank seiner langjährigen Erfahrung schwierige mehrstimmige Sätze sehr gut bewältigen kann. Ausgesprochen gut harmonierten die Sänger auch mit der Flügelbegleitung und dem Hornisten.

Fröhlicher wurde es im zweiten Teil mit beschwingten Frühlings- und Sommerliedern. Damit geriet der Abschied dann doch nicht ganz so traurig, sondern eher im Sinne der einführenden Worte von Vorsitzender Edith Schmitz, dass es weiterhin Menschen gibt, die sich dem traditionellen Chorgesang widmen. Sie sagte: "Wir geben die Begeisterung an der Musik mit frohem Herzen an jüngere Menschen weiter." Für Horst Wenz wird dieses Konzert wohl in besonderer Erinnerung bleiben: Als letztem Mitglied übergab ihm Edith Schmitz die Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft.

Gegründet wurde er 1865 als Männergesangverein. 1930 stießen mit dem Doppelquartett Rheingold Frauen dazu. Anfang der 50er Jahre gab es 120 Sänger. 1958 wurden die Dreikönigsbälle eingeführt, die 40 Jahre lang ein gesellschaftliches Ereignis in Kempen waren. Seit 1994 heißt der Chor Kempener Chorgemeinschaft.

Dirigent Peter Ludwig fasste seinen Dank für zehn Jahre Leitung des Chores in einen herzlichen Händedruck für jeden Sänger. Eine Zugabe musste sein. Mit großem Applaus verabschiedete das Publikum den Chor.

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