Fünf Berliner Musiker zeigten ihr Können an der PET–Flasche.

Kempen. Fünf Flaschen machen Blasmusik – über diese Beschreibung könnte das „GlasBlasSing-Quintett“ aus Berlin sicher herzlich lachen. Humor wenigstens bewiesen die Fünf bei ihrem Auftritt im Innenhof des Franziskanerklosters genug. Lippen- und Luftspiel auf Leergut – auf diese absurde Idee mag schon so mancher beim Kneipenbesuch gekommen sein. Doch was das Quintett aus dieser Grundidee macht, ist schlichtweg einmalig.

Seit 2006 blasen, singen und ploppen die Fünf hauptberuflich

Keine Pfandflasche ist vor ihnen sicher, denn „Leergut klingt sehr gut“, wie das Publikum lernte. Seit 2006 blasen, singen und ploppen sich die Fünf hauptberuflich durch den deutschsprachigen Raum. Sie kombinieren den Witz einer A-capella-Gruppe mit dem Klang von Leergut. Da wird ein ausgedienter Plastik-Wassercontainer zur Bassdrum, da mutiert ein voll bestückter Flaschenkorb zum Plopp-Keyboard.

Bekannte Texte wie von „Seeed“ werden thematisch umgebaut, so dass es am Ende „Euer Sound ist voll mein Ding“ heißt. Der Humor kommt nicht zu kurz, vom frühen Vogel über „Body-Art“ bis zum „Muckerstarre“-Blues zeigt das Quintett eine erstaunliche Bandbreite von Sounds und Stilen.

Bach bis zu den „Beach-Boys“ – keiner ist vor ihnen sicher

PET-Henkelkästen dienen als Percussions-Instrumente, auf dass die Musiker „15 Minuten aus allen Ritzen schwitzen“. Ihre Hemden sind so bunt wie der musikalische Strauß, den sie in zwei Stunden live binden. Von Bach bis zu den „Beach Boys“ ist keiner sicher, auf das „Fanta 4“-Medley folgt die Feststellung, dass „Harzer wie wir“ brockenweise sprechen.

Am Ende des Abends steht die Erkenntnis, dass „durch dieses Land ein Schluck gehen“ muss. Na dann: Prost! kr

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