Beim sechsten Literaturwettbewerb in Kempen gibt es eine neue Kategorie. In dieser sind zum Beispiel Comics und Bilderbücher willkommen.

Beim sechsten Literaturwettbewerb in Kempen gibt es eine neue Kategorie. In dieser sind zum Beispiel Comics und Bilderbücher willkommen.
Janina Haselbach, Silke Krome (beide BVK), Bürgermeister Volker Rübo und Verleger Hans-Jürgen van der Gieth (v.l.) warben gestern für den Literaturwettbewerb.

Janina Haselbach, Silke Krome (beide BVK), Bürgermeister Volker Rübo und Verleger Hans-Jürgen van der Gieth (v.l.) warben gestern für den Literaturwettbewerb.

Kurt Lübke

Janina Haselbach, Silke Krome (beide BVK), Bürgermeister Volker Rübo und Verleger Hans-Jürgen van der Gieth (v.l.) warben gestern für den Literaturwettbewerb.

Kempen. „Menschen sollen zum Schreiben und Lesen bewegt werden.“ Bürgermeister Volker Rübo gab im Rahmen einer Pressekonferenz das Ziel des Buchverlags Kempen (BVK) wieder, alle zwei Jahre einen Literaturwettbewerb auszurichten. „Dieses Ziel ist in diesen Zeiten wichtiger denn je“, so Rübo. „Wenn ich mir ansehe, dass der künftige US-Präsident seine Botschaften per Twitter in die Welt schickt, gibt es in diesem Bereich Nachholbedarf.“

Es ist zwar äußerst unwahrscheinlich, dass sich Donald Trump durch den Kempener Aufruf zum Wettbewerb für eine Teilnahme interessieren wird. Mitmachen dürfte er aber in jedem Fall. „Da gibt es keine regionalen Einschränkungen. Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland. Auch Polen und Russland waren schon vertreten“, sagte BVK-Inhaber Hans-Jürgen van der Gieth bei der Präsentation des inzwischen sechsten Literaturwettbewerbs.

„Zartes Pflänzchen“ hat sich seit 2007 in Kempen etabliert

2007 sei die Literatur in Kempen noch ein „zartes Pflänzchen“ gewesen. Inzwischen habe sich das unter anderem durch den Wettbewerb geändert. „Wir haben damit viel erreicht und sind darauf auch ein bisschen stolz“, so van der Gieth. Bürgermeister Rübo lobte ergänzend, dass der BVK, der 2016 sein 20-jähriges Bestehen gefeiert hat, die Stadt Kempen mit vielen Aktionen und Veranstaltungen kulturell bereichert habe. „Ich erinnere nur an die Lesewelten 2009 zur Übernahme der Bibliothek. Da waren 12 000 Besucher“, sagte der Bürgermeister.

Bei den Teilnehmern gab es 2015 einen leichten Rückgang

Zurück in die Gegenwart: Der Kempener Literaturwettbewerb ist in diesem Jahr wieder in sechs Kategorien eingeteilt. Im Bereich Prosa gibt es drei Alterskategorien: elf bis 13 Jahre, 14 bis 17 Jahre und ab 18 Jahre. In der Lyrik gibt es zwei Bereiche: bis 17 und ab 18 Jahre. Die sechste Kategorie ist neu. „Hier möchten wir Text- und Bildelemente vereinen“, sagte BVK-Mitarbeiterin Janina Haselbach. Die Kategorie, die ohne Alterseinschränkungen angeboten wird, heißt offiziell „Zusammenspiel aus Text und Bild“. „Das kann alles sein: Comic, Graphic Novel, Bilderbuch“, so Haselbach. Aber auch Reportagen, in denen Text und Bild zusammenpassen.

Bei der Teilnehmerzahl des Wettbewerbs, der alle zwei Jahre ausgerichtet wird, gab es 2015 laut van der Gieth „eine kleine Delle“. Statt mehr als 300 habe es nur rund 250 Teilnehmer gebeben. „Das lag vor allem daran, weil wir sehr auf die Formalien geachtet haben“, so der Verleger. Wenn jemand die Vorschriften nicht eingehalten habe, sei der Beitrag nicht in den Wettbewerb aufgenommen worden. Das werde auch 2017 so sein. Formalien wie Anzahl der Zeichen oder Din A 4-Seiten müssten berücksichtigt werden.

Beiträge gehen an den Buchverlag Kempen (BVK), St. Huberter Straße 67, 47906 Kempen, Stichwort: Literaturwettbewerb. Einsendeschluss ist der 30. Juni.

Zusammengefasst gibt es alle Informationen zum Wettbewerb auf der Internetseite. Zudem stehen die Mitarbeiter des Verlags auch telefonisch für Rückfragen zur Verfügung: Tel. 02152/1489536 oder 02152/52976.
www.kempener-literaturwettbewerb.de 

„Daher die Bitte, dass sich alle potenziellen Teilnehmer die Bedingungen genau anschauen“, so van der Gieth. Erstmals habe der Verlag eine eigene Homepage für den Wettbewerb eingerichtet. Früher war dieser lediglich auf der Internetseite des BVK dargestellt. Nun sei vieles übersichtlicher.

Kontakt zu Schulen, um jugendliche Schreiber zu werben

Vor allem jugendliche Schreiber möchten die Ausrichter für den Wettbewerb gewinnen. „Vielleicht fühlen sich ja auch Lehrer angesprochen, ein entsprechendes literarisches Projekt mit ihrer Klasse durchzuführen“, so BVK-Mitarbeiterin Silke Krome. In den nächsten Tagen werde der Verlag mehrere Termine in den weiterführenden Schulen in Kempen haben, um den Wettbewerb vorzustellen.

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