Beim Turnier in St. Hubert traten am Sonntag 36 Kitas gegeneinander an – acht mehr als 2016. Gespielt wurde für krebskranke Kinder.

Beim Turnier in St. Hubert traten gestern 36 Kitas gegeneinander an – acht mehr als 2016. Gespielt wurde für krebskranke Kinder.
Ein Spieler der Hoppetosse peilt das Tor des Teams der Kita Lupilus aus St. Hubert an.

Ein Spieler der Hoppetosse peilt das Tor des Teams der Kita Lupilus aus St. Hubert an.

Kurt Lübke

Ein Spieler der Hoppetosse peilt das Tor des Teams der Kita Lupilus aus St. Hubert an.

St. Hubert. Wo laufen sie denn? Loriot hätte am Sonntag an der Stendener Straße seine Freude gehabt. Es waren aber keine Rennpferde, die das Weite suchten, sondern Kinder, die dem Ball hinterherjagten. Egal, ob vor dem gegnerischen oder vor dem eigenen Tor. Die Unicef-Kicker des FC St. Hubert veranstalteten ihren 31. Bambini-Treff. Und 36 Kindertagesstätten – acht mehr als im Jahr zuvor – waren dem Aufruf des Veranstalters gefolgt.

„Das gibt es doch gar nicht, wir haben jetzt schon mehr Tore geschossen, als beim ganzen Turnier im vergangenen Jahr“, konnte es der Co-Trainer der Kita St. Peter Allee in Kempen, Daniel Philippi, nicht fassen. Nils hatte gerade beim Spiel gegen die St. Huberter „Piratenkicker“ nach 50 Sekunden den ersten Treffer erzielt, wenig später stand es sogar 3:0. „2016 haben wir nur eine Bude gemacht, und das war auch noch ein Eigentor“, ergänzte Philippi. Offiziell werden Tore nicht gewertet.

Cheerleader heizten Zuschauern und Spielern vor dem Turnier ein

Die Kinder, darunter die „Niersstürmer“ aus Oedt, die „Feurigen Drachen“ aus Willich und die Mullewapp-Kinder aus St. Tönis, sollen Spaß an der Bewegung haben.

Turnier-Chef Kalla Josten und sein Team hatten sich wieder etwas Besonderes ausgedacht. Wie bei einer Olympiade liefen die teilnehmenden Jungs und Mädels erst einmal eine Ehrenrunde, ehe sie sich ganz feierlich zu den Klängen der deutschen Nationalhymne vor den Sitzreihen versammelten. Zahlreiche Eltern und Großeltern nahmen dies natürlich mit ihren Handys auf.

Bevor das Turnier auf den sechs Kleinspielfeldern losging, waren erst einmal die Cheerleader-Gruppen dran. Die Leiter der Krefelder Kita Raiffeisenstraße, Nicole Franken, hatte im Vorfeld für die etwa zehn Tanzgruppen die Musik ausgesucht. Die Rhein-Kickers aus Uerdingen brachten 15 Mädels mit, die in ihrem rot-schwarzen Dress alles gaben, die anderen natürlich auch. So legte Martin Elbers draußen am Info-Zelt „Mambo Number 5“ auf und die Zuschauer machten mit: Als Dank für den Auftritt der Tänzerinnen schwappte die Laola-Welle über Teile der Sportanlage.

Einige Mädchen spielten natürlich auch Fußball. Wie die sechsjährige Luisa von der städtischen Kita „Panama“ aus Tönisvorst. Sie war bei den „Wilden Panama Kerlen“ aber das einzige Mädchen und machte ihre Sache sehr gut. „Wir sind zum siebten Mal in St. Hubert dabei und es macht den Kindern immer eine große Freude, hier mitzumachen“, sagte Trainerin und Erzieherin Janine Thomas, die das ganze Jahr über einmal in der Woche mit den Kindern trainiert.

Als Schiedsrichter pfiffen zumeist Jugendliche des ausrichtenden Vereins. So die Freundinnen Mia Niggemann (11) und Lina Gutmann (13), die beim FC in der U13 spielen.

In den Pavillons am Rande der Spielfelder konnten sich die Kinder gesund verpflegen und es fanden die letzten Teambesprechungen statt. Zum Beispiel bei den „Villa Kickern“ aus Grefrath und den vielen Auswahlteams von Krefelder Einrichtungen.

Für die Erwachsenen gab es Süßes und Herzhaftes. Chef-Caterer Heinz Detlef Spohr leistete mit seinem Stab an helfenden Müttern, Vätern und Mitarbeitern der Tageseinrichtungen ganze Arbeit. Das Oedter DRK war mit einem Geschirrmobil vertreten.

Kalla Josten vergaß nicht, sich bei all denjenigen zu bedanken, die mit zum Reinerlös beitragen. Dazu zählen auch die Sponsoren der ersten Stunde, Möbel Dahlmann und die Sparkasse Krefeld; in diesem Jahr kam Geschäftsführer Albert Hashimi von E-Bau hinzu.

Im 2016 waren für krebskranke Kinder 3406,90 Euro zusammen gekommen. Der genaue diesjährige Erlös wird erst in den nächsten Tagen feststehen. Jede teilnehmende Kita erhielt bei der Siegerehrung einen Wappenteller, den „Dino Cup“. Für die Jungs und Mädels gab es außerdem jede Menge kleine Geschenke. Im Laufe der Zeit sind durch diesen Bambini-Treff mehr als 81 500 Euro für die krebskranken Kinder zusammengekommen. In diesem Jahr wird noch etwas hinzukommen.

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