Erhöhung auf acht ist laut Werbering nicht notwendig.

Kempen. Die Regelungen für die verkaufsoffenen Sonntage bleiben ein Debatten-Thema. Während in den vergangenen Monaten vor allem Gewerkschaften gegen die vier Termine pro Jahr gekämpft haben, weht der politische Wind in NRW derzeit aus einer anderen Richtung. Die schwarz-gelbe Landesregierung hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, um von vier auf acht verkaufsoffene Sonntage zu erhöhen. Diese Möglichkeiten wollen CDU und FDP den Gewerbetreibenden geben. In Kraft treten könnte das Gesetz bereits im Frühjahr 2018 (die WZ berichtete).

Kempens Werbering-Vorsitzender Armin Horst freut sich grundsätzlich, dass die Geschäftsleute mehr Freiheiten bei diesem Thema bekommen sollen. „Ich denke allerdings, dass es in Kempen keinen Bedarf für acht verkaufsoffene Sonntage gibt“, so Horst. Dies habe der Vorstand bereits ausgelotet. Dennoch sei man nicht abgeneigt „mehr als vier“ offene Sonntage zu planen. „Insbesondere ein verkaufsoffener Sonntag im Januar hätte für unseren Mitglieder seinen Reiz“, sagt Horst. Kurz nach Weihnachten würden viele Kunden Geldgeschenke und Gutscheine zum Shoppen nutzen. Eine vergleichbare Aktion in Krefeld laufe sehr erfolgreich. Unterm Strich könnten sich die Kempener vorstellen, von vier auf sechs geöffnete Sonntage zu erhöhen.

Seit Jahren gibt es vier Termine zu jeweiligen Stadtfesten. Für 2018 plant der Werbering folgende Öffnungs-Sonntage: 8. April (Frühlingsfest), 6. Mai (Altstadtfest), 14. Oktober (Handwerkermarkt), 9. Dezember (Weihnachtsmarkt). Die Entscheidung über den Antrag dazu fällt der Ordnungsausschuss am Dienstag. Ebenfalls Thema ist eine Änderung der Uhrzeit zu den verkaufsoffenen Sonntagen. Die Händler wollen von der 12-17-Uhr-Regelung zurück zur Öffnungszeit von 13 bis 18 Uhr. „Rund 70 Prozent unserer Mitglieder befürworten, erst um 13 Uhr zu öffnen“, so Werbering-Geschäftsführer Fred Klaas. tkl

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