Die 43. Auflage des Kostümballs steigt in einem Zelt an der Otto-Schott-Straße. Der Verkauf von 2500 Karten beginnt am Montag.

Die 43. Auflage des Kostümballs steigt in einem Zelt an der Otto-Schott-Straße. Der Verkauf von 2500 Karten beginnt am Montag.
In Kempen haben die Indianer sogar ein Tipi zum Mitnehmen.

In Kempen haben die Indianer sogar ein Tipi zum Mitnehmen.

Friedhelm Reimann

In Kempen haben die Indianer sogar ein Tipi zum Mitnehmen.

Kempen. Nach mehr als 40 Jahren ist die Zeit durchaus reif für eine Kernsanierung. Das trifft nicht nur auf Gebäude, sondern auch auf die große Kostümparty des Kempener Karnevalsvereins (KKV) zu. Wie bereits berichtet, nutzt der KKV-Vorstand einen erzwungenen Umzug dazu, mit einem neuen Konzept an den Start zu gehen. Weil die Köhlerhalle nach einem Pächterwechsel im Sporthotel nicht mehr für Partys genutzt werden kann, werden die Narren ein Zelt auf der Freifläche gegenüber dem Self-Markt errichten. Dort, wo zuletzt der Rewe-Supermarkt sein Ausweich-Zelt aufgebaut hatte, sollen 2500 Jecken am Samstag, 10. Februar, ausgelassen feiern.

„Wir sind guter Dinge, dass wir für die Karnevalisten aus Kempen und Umgebung etwas Tolles auf die Beine stellen“, sagt KKV-Präsident Heinz Börsch. Nach 42 Jahren sei das Konzept in der Köhlerhalle ohnehin nicht mehr auf dem neuesten Stand gewesen. Das habe sich in den vergangenen Jahren bereits in den Besucherzahlen ausgedrückt. Eine mit 3100 Besuchern ausverkaufte Halle habe man zuletzt nicht mehr erreicht.

Bei der Zielgruppe richtet sich die KKV-Party eher an die Jecken über 25 Jahre. Diese sollen bei traditioneller und moderner Karnevalsmusik in Wallung geraten. In den vergangenen Jahren hatte es den ganzen Abend über Live-Musik gegeben. Nun soll es nur einen Auftritt von Live-Musikern geben – dieser habe es aber in sich, so Börsch. Gegen 22 Uhr wird die kölsche Band „Kölschraum“ die Bühne betreten. Vertreter des KKV haben die Band schon erlebt und waren restlos begeistern, ergänzt der Präsident.

Kostümprämierung um Mitternacht gibt es weiterhin

Auf den traditionellen Einzug des Prinzenpaars und der karnevalstreibenden Vereine verzichtet der KKV. Prinz Rainer I. und Prinzessin Angelika I. werden um Mitternacht ihren Auftritt haben, wenn sie gemeinsam mit dem KKV-Vorstand die Sieger des Kostümwettbewerbs küren. Es gibt jeweils drei Preise in den Kategorien Einzel, Kleingruppe und Großgruppe sowie einen Sonderpreis der Jury. Ausgelobt werden Preise im Wert von 2000 Euro.

In zwei Thekenbereichen können sich die Besucher mit Getränken versorgen. Den Imbissstand übernimmt erstmalig der Oedter Partyservice Schäfer. Zudem plant der KKV eine Sekt- und Cocktailbar mit rotem Teppich. Die Getränkepreise werden erhöht: Ein Chip für ein 0,25-Liter-Getränk kostet zwei statt 1,80 Euro. Die Eintrittspreise bleiben stabil: im Vorverkauf 13 Euro, an der Abendkasse 15 Euro.

Wie bei der Party in der Köhlerhalle gibt es für die Besucher auch wieder einen kostenlosen Shuttle-Service. Ein Bus pendelt von 19.30 bis 22 Uhr durch die Stadt und bringt die Besucher zur Otto-Schott-Straße. Haltestellen: Sparkasse (Orsaystraße), Amtsgericht (Hessenring) und Ecke Heilig-Geist-/Peterstraße.

Neu hingegen ist der Name der Fete. „Alle Narren unter einem Hut“ wird vom Titel „Kempsche Jecke fiere“ abgelöst. Laut Heinz Börsch hatte es nach einem Aufruf in den Tageszeitungen 40 Einsendungen gegeben. Die Jury entschied sich für den Vorschlag „Kempsche Jecke fiere“ von Sabrina Fritzsche. Sie darf sich über zwei Freikarten und 20 Getränkemarken für die Party mit „ihrem“ Namen freuen.

Der Vorverkauf beginnt am Montag bei Schreibwaren Beckers, Engerstraße 10; Self, Otto-Schott-Straße 8; Volksbank, Burgstraße 18; LJ Janßen, Industriering Ost 31 und Gärtnerei van der Bloemen, An Steinen 8.

Es ist also alles gerichtet für den Neustart der XXL-Kostümparty. Darauf ein dreifaches Rot und Blau – Kempen Helau!

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