Das Wetter zeigte sich zum Radwandertag nicht nur fahrradfreundlich. Die kürzeren Strecken waren gefragt.

Das Wetter zeigte zum Radwandertag nicht nur fahrradfreundlich. Die kürzeren Strecken waren gefragt.
Bürgermeister Volker Rübo (l.) eröffnete den Niederrheinischen Radwandertag am Buttermarkt.

Bürgermeister Volker Rübo (l.) eröffnete den Niederrheinischen Radwandertag am Buttermarkt.

Kurt Lübke

Bürgermeister Volker Rübo (l.) eröffnete den Niederrheinischen Radwandertag am Buttermarkt.

Kempen/Oedt. Bürgermeister Volker Rübo gab gestern am Buttermarkt das Startsignal für den Niederrheinischen Radwandertag und die Radler traten kräftig in die Pedale. Um 10 Uhr ging die 26. Auflage der großen Radrallye an Rhein und Maas in vielen Städten und Gemeinden der Region los. Vor 200 Jahren wurde das Fahrrad erfunden. „Und dafür sind wir in Kempen sehr dankbar“, sagte der Bürgermeister, der auch selbst oft auf dem Rad in der Stadt zu sehen ist. Denn Kempen wäre ohne Rad doch um einiges ärmer.

Kurze Strecken waren in Kempen beliebt

Kempener, aber auch viele Auswärtige gingen vom Buttermarkt aus an den Start für eine der sieben Routen, die über den Buttermarkt führten. So hatte eine sechsköpfige Gruppe aus Kamp-Lintfort ihren Start in Kempen geplant und war mit Autos samt Rädern nach Kempen gekommen, um von dort aus eine knapp 50 Kilometer lange Tour zu starten. Den Abschluss sollten dann ein Essen und ein Bierchen in der „schönen Kempener Altstadt“ bilden.

„Man kann auch noch spontan einsteigen“, erklärte Kirsten Pfennings vom Stadtmarketingam Sonntag  am Stempelstand. Eine Mutter habe sich noch spontan eines der Niederrhein-Räder, die man am Schwimmbad aqua-sol ausleihen kann, besorgt und sei losgeradelt.

Eine der jüngsten Teilnehmerinnen könnte wohl die drei Monate alte Sophie gewesen sein, die aus dem Fahrradanhänger in die Welt blickte. „Wir haben letztes Jahr in der Eisdiele in Wachtendonk die vielen Radler vorbeifahren sehen und gedacht: Das machen wir nächsten Jahr auch“, sagte Vater Eduard Schreider, der sich dann mit seiner Frau Luba und den Kindern Christina und Waldemar auf den Sattel schwang, um eine 20-Kilometer-Tour zu absolvieren.

Die kürzeren 24 und 49 Kilometer langen Strecken warenam Sonntag bis zum Mittag besonders beliebt. Das hatte Kirsten Pfennings festgestellt. Die Stadt Kempen hatte an ihrem Stand für die Teilnehmer einige Neuheiten parat. So gab es für die Kempener Routen ein eigenes Heft, größere Pläne und QR-Codes, um sich die Daten zu den Routen aufs Smartphone zu laden. Auf dem Buttermarkt warteten zudem Trampolin und Hüpfburg sowie weitere Stände auf die Besucher.

Umweltreferent Heinz Puster stand an einem Stand mit dem Titel „Generation Fahrrad“ – eine Aktion der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte. In einer Fotobox konnte man sich knipsen lassen und die Erinnerung an den Tag auch gleich mitnehmen. „Wir wollen zeigen, dass das Rad ein Verkehrsmittel für alle Generationen ist“, so Puster.

In Oedt konnten die Radler an der Burg Uda ihre Routen starten und sich dort Stempel abholen.

Mit dem Rad an die Tour-de-France-Route

Die Beteiligung in Kempen war nach einem gut besuchten Start bis zum Mittag verhalten. Immerhin rund 500 Stempelkarten waren am Mittag am Buttermarkt schon ausgegeben worden. Vielleicht war es das unbeständige Wetter, das abschreckte. Oder die Tour de France hatte Radsportbegeisterte weggelockt. Einige Tour-Zuschauer machten sich mit dem Rad von Kempen aus auf den Weg nach Meerbusch. Im Rahmen des Radwandertages war dazu eine eigene Route „Bonjour le Tour – et rétour“ angeboten worden. An zwei Knotenpunkten auf Kempener Stadtgebiet konnte man einsteigen und sich bis nach Meerbusch lotsen lassen.

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