Mira Bartuschek ist eine gefeierte Schauspielerin. Ihre Wurzeln hat sie in Kempen.

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Die Schauspieler Ken Duken und Mira Bartuschek stehen im Filmset von "Willkommen zuhause" in Berlin.

Die Schauspieler Ken Duken und Mira Bartuschek stehen im Filmset von "Willkommen zuhause" in Berlin.

dpa

Die Schauspieler Ken Duken und Mira Bartuschek stehen im Filmset von "Willkommen zuhause" in Berlin.

Kempen/Zürich. Mira Bartuschek ist ein Kind Kempens. Hier verbrachte sie ihre ersten 18 Lebensjahre, wohnte an der Siegfriedstraße, ging in die Grundschule Fröbelstraße, wo heute die Martin-Hauptschule ist, und machte ihr Abitur am Thomaeum.

Heute ist sie eine gefeierte Schauspielerin am Theater und im TV. Vor kurzem spielte die mittlerweile 29-Jährige die Rolle der Desdemona im Shakespeare-Stück "Othello" auf der Bühne des Züricher Schauspielhauses. Außerdem war sie in den vergangenen Jahren in mehreren Kino- und Fernsehfilmen zu sehen wie "Crazy" oder einer "Bella Block"-Folge.

Mit dem Theaterspielen hat Mira Bartuschek mit 15 Jahren angefangen, und zwar im Krefelder Jugendtheater Kresch. "In diesem Alter ist man auf der Suche nach etwas, was einem Spaß macht", erinnert sie sich im WZ-Gespräch. Viel Improvisationstheater habe auf dem Programm gestanden, aber auch größere Produktionen wie "Macbeth" oder Bert Brechts "Ozeanflüge".

Dabei wollte sie zunächst gar nicht Schauspielerin werden, sondern interessierte sich eher für Theaterpädagogik. Darum ging sie nach ihrem Abitur auf dem Thomaeum nach Freiburg, um dort ein halbjähriges Praktikum am Kindertheater zu machen.

"Dass ich Schauspiel zu meinem Beruf machen möchte, habe ich eigentlich erst während der Aufnahmeprüfung bei der Münchner Otto-Falckenberg-Schule entdeckt." Denn noch während des Praktikums hatte sie sich bei dieser Schule- einer der drei wichtigsten Schauspielschulen Deutschlands- beworben.

Und wurde prompt genommen. "Ich hatte mit meinem ersten Versuch wirklich nur Glück. Denn es muss einfach passen. Bei der Schauspielschule in Essen wurde ich zum Beispiel abgelehnt", sagt die Mimin heute.

Nach drei Jahren verließ Mira Bartuschek München, von den Alpen ging’s in den Norden, nach Hamburg. Drei Jahre spielte sie am dortigen Schauspielhaus, bis sie ein Jahr Baby-Pause machte. "Mein Sohn heißt Anton. Mein Vater nennt ihn aber Tünnes", sagt die Mutter und lacht.

In die Thomasstadt habe sie aber mittlerweile nur noch wenige Kontakte: "Natürlich zu meinem Vater. Aber meine Schulfreunde wohnen gar nicht mehr dort." Außerdem seien sie und ihr Freund, der Schauspieler David Rott, derzeit voll und ganz mit Anton und ihren Theater-Engagements beschäftigt.

Ob sie noch mal in die alte Heimat zurückkehren will? "Ich bin ja schon eher ein Landei", schmunzelt Mira Bartuschek. "Ich mag es etwas beschaulicher. Eine wilde laute Großsstadt macht mich nicht glücklich." Sie könnte sich schon vorstellen, in einigen Jahren aus der Stadt heraus auf einen Bauernhof zu ziehen. "Für Anton ist es wichtig, dass er auch mal im Grünen spielen kann. In Kempen hatten wir auch einen Garten", sagt sie.
 

TV-Auftritt

Fernsehen: Das nächste Mal ist Mira Bartuschek nächsten Dienstag, 22.Januar, im Fernsehen zu sehen.

Komödie: Um 20.15Uhr spielt sie in der Fantasy-Komödie "Küss mich, Genosse!" die Möchtegern-Journalistin Jenny.

Handlung: Jenny wird von einem Fußball am Kopf getroffen. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich in der Vergangenheit, es ist der 21.Juni 1974- ein Tag vor dem Match BRD-DDR und ein Tag vor Jennys Zeugung...

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