Der Grefrather Flugplatz Niershorst ist nun 50 Jahre alt, was an zwei Tagen gefeiert wurde – mit Attraktionen für Groß und Klein. Insgesamt konnten die Veranstalter zufrieden sein: An beiden Tagen war der Flugplatz Niershorst zahlreich besucht.

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Zahlreiche Motor-, Segel und Kunstflugzeuge boten den Gästen des Flugplatzfestes Sonntag und gestern einen imposanten Anblick.

Zahlreiche Motor-, Segel und Kunstflugzeuge boten den Gästen des Flugplatzfestes Sonntag und gestern einen imposanten Anblick.

Kurt Lübke

Zahlreiche Motor-, Segel und Kunstflugzeuge boten den Gästen des Flugplatzfestes Sonntag und gestern einen imposanten Anblick.

Grefrath. "Die russische Klapperkiste", wie es der fünfjährige Christopher etwas vorlaut beschrieb, war nur eine von unzähligen Attraktionen am Wochenende auf dem Flugplatz Niershorst. Der Grefrather Junge war mit seiner Oma Ulla Peper gekommen, um "große Düsenjets" zu bestaunen und nahm so teil am großen runden Geburtstag, an 50Jahren Flugplatz Niershorst.

Am 31. Mai 1959 wurde dieser eröffnet, bald schon vergrößert und umgebaut. Eine lange, spannende Geschichte, auf die an zwei Tagen ebenso eingegangen wurde wie auch auf aktuelle Trends. "Alles fing mit James Bond an", erinnert sich Jan-Bernd Donner aus Marl. 1968 sah er als Elfjähriger den Agententhriller "Mal lebt nur zweimal" und war seither besessen von der Idee, einmal selber zu fliegen.

Heute nennt er einen "Gyrocopter" sein Eigen, ein schwarzgelbes Fluggerät, also eine Art zweisitziges ultraleichtes Kabrio. Mit dem konnte wer wollte eine Runde mitfliegen - Agentengefühl inklusive.

Kunstflugfähige Modellflieger, Ultraleichtflug und der "Rote Baron"

Anderswo waren kleinere Maßstäbe angesagt. Hansjörg Schafhausen vom Nettetaler Modellflugclub Grenzland zeigte mit neun Piloten, zu was Modellflieger fähig sind. Seine Bellanca Decathlon, eine kunstflugfähige Schleppmaschine, drehte ihre Kreise ebenso wie auch Hubschrauber oder leichtere Modelle.

Währenddessen hatte Nico (8) sein Lieblingsmodell schon in einem der Hangars gefunden: Eine 13 Kilogramm schwere Cap S80, deren Kunststoffpilot recht grimmig dreinblickte. Insgesamt rund 70 Maschinen stellten die Modellflugfreunde hier aus.

Der Flugplatz Niershorst wurde am 31. Mai 1959 eröffnet, also genau vor 50 Jahren.

Neben Flugschau, Kunstflugvorführungen und Modellflug kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz: Die Caféterrasse war fast durchgehend bis auf den letzten Platz besetzt.

Wie immer hatten Besucher die Chance, eine Runde mit einer Cessna mitzufliegen oder einen Fallschirmsprung zu wagen.

Auf dem weitläufigen Außengelände gab es für Jung und Alt viel zu entdecken. Segelkunstflugvorführungen, Ultraleichtflug und ein tolles Abendprogramm mit Livemusik und Feuerwerk buhlten um die Gunst der Gäste.

Ein besonderer Anblick bot sich am Sonntagabend, als zahlreiche Heißluftballons starteten und in den Abendhimmel emporstiegen. Aber auch die englische Kunstflieger der "Red Arrows" und der "rote Baron" (der größte Doppeldecker der Welt, die russische Antonow) waren einen Abstecher auf das/ Flugplatzgelände wert.

Insgesamt konnten die Veranstalter zufrieden sein: An beiden Tagen war der Flugplatz Niershorst zahlreich besucht.

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