In der gesamten Europäischen Union sucht der Kreis Viersen nach Architekten für den geplanten Neubau des Kreisarchivs im Viersener Ortsteil Dülken. Das neue Kreisarchiv am Ransberg soll nicht nur das bisherige Kreisarchiv in der Kempener Burg ersetzen.

In Sichtweite des Dülkener Wasserturms könnte das Kreisarchiv entstehen.
In Sichtweite des Dülkener Wasserturms könnte das Kreisarchiv entstehen.

In Sichtweite des Dülkener Wasserturms könnte das Kreisarchiv entstehen.

Busch

In Sichtweite des Dülkener Wasserturms könnte das Kreisarchiv entstehen.

Kreis Viersen. Dazu hat der Kreis einen Architektenwettbewerb gestartet, an dem 20 Architekturbüros mit einem Entwurfskonzept teilnehmen können. Das geht aus der Auslobung hervor, die jetzt im EU-Amtsblatt veröffentlicht wurde.

Viersener Stadtarchiv wird Teil des Kreisarchivs

Das neue Kreisarchiv am Ransberg soll nicht nur das bisherige Kreisarchiv in der Kempener Burg ersetzen, sondern zusätzlich auch das Viersener Stadtarchiv mit aufnehmen. Bereits seit Februar ist das Viersener Stadtarchiv offiziell Teil des Kreisarchivs, wenn auch am bisherigen Standort. Die Ausschreibung ist so gehalten, dass auch die Stadt Willich ihr Stadtarchiv im Gebäude unterbringen könnte; eine Entscheidung der Stadt Willich steht noch aus.

Gebaut wird das Kreisarchiv von 2019 bis 2020. Die geschätzten Baukosten liegen bei 8,9 Millionen Euro ohne Grundstück. 5,1 Millionen davon trägt das Land NRW. Fünf Architekturbüros sind bereits gesetzt. Es handelt sich um Architekten, die bereits Erfahrungen mit Funktionsbauten wie einem Archiv gesammelt haben. Die anderen können ihren Antrag zur Teilnahme bis 24. Mai einreichen. „Mit dem Architektenwettbewerb wollen wir sicherstellen, dass das neue Kreisarchiv architektonisch anspruchsvoll gebaut wird und mehr Akzente setzt als ein gewerblicher Zweckbau“, sagt Landrat Andreas Coenen (CDU).

Der Wettbewerb kostet den Kreis Viersen 50 000 Euro

Die Fachjury stellt deshalb bei ihrer Beurteilung vor allem die städtebauliche und architektonische Qualität, das Raumprogramm mit seiner Funktionalität sowie die Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund. „Die Entwürfe sollen sich außerdem an modernsten Nachhaltigkeitsstandards orientieren“, erklärt Coenen. Die Jury besteht aus Landrat Coenen, Kreisdirektor Ingo Schabrich und Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) sowie Heiner Farwick (Präsident des Bundes Deutscher Architekten), dem Krefelder Architekten Frank Brünsing, Viersens Stadtplanerin Beatrice Kamper und dem in Ruhestand befindlichen Aachener Hochschulprofessor Wim van den Bergh.

Auch in der Archivarbeit will der Kreis Viersen Maßstäbe setzen. „Wir haben schon im Raumkonzept berücksichtigt, dass dort Geschichts- und Heimatvereine, Schulen und Bildungseinrichtungen Räume für ihre Arbeit und ihre Veranstaltungen finden“, erklärt Kreisdirektor Schabrich. „Damit gehen wir über die üblichen Standards weit hinaus.“

Für Preise und Anerkennungen stellt der Kreis Viersen einen Gesamtbetrag von 50 000 Euro zur Verfügung. Die Preisgelder orientieren sich an den voraussichtlichen Baukosten und werden bei einer Auftragsvergabe mit dem Honorar verrechnet.

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