Bürgermeisterin Anemüller sagt nach der Verwüstung durch „Friederike“ Unterstützung zu.

Bürgermeisterin Anemüller sagt nach der Verwüstung durch „Friederike“ Unterstützung zu.
Ortsbesuch im Kletterwald: Bürgermeisterin Sabine Anemüller (v.l.), Katrin Kraft (Xpad), Feuerwehrchef Frank Kersbaum, Stadtförster Rainer Kammann und Jörg Brockes (Kletterwald).

Ortsbesuch im Kletterwald: Bürgermeisterin Sabine Anemüller (v.l.), Katrin Kraft (Xpad), Feuerwehrchef Frank Kersbaum, Stadtförster Rainer Kammann und Jörg Brockes (Kletterwald).

Ortsbesuch im Kletterwald: Bürgermeisterin Sabine Anemüller (v.l.), Katrin Kraft (Xpad), Feuerwehrchef Frank Kersbaum, Stadtförster Rainer Kammann und Jörg Brockes (Kletterwald).

Stadt Viersen, Bild 1 von 2

Ortsbesuch im Kletterwald: Bürgermeisterin Sabine Anemüller (v.l.), Katrin Kraft (Xpad), Feuerwehrchef Frank Kersbaum, Stadtförster Rainer Kammann und Jörg Brockes (Kletterwald).

Viersen. Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) hat sich nach Orkan „Friederike“ am Samstag vor Ort einen Überblick über die Schäden am Kletterwald und dem Wildgehege auf den Süchtelner Höhen verschafft. Stadtförster Rainer Kammann hatte dazu eine sichere Route ausgewählt. Er warnte eindringlich davor, den Wald zu betreten: „Jederzeit können ohne Vorwarnung weitere Bäume umstürzen oder abgebrochene Äste herunterfallen.“ Am Wochenende waren bereits zahlreiche Spaziergänger im Waldgebiet auf den Süchtelner Höhen unterwegs.

Große Teile des Kletterwaldes sind zerstört, einzelne Abschnitte können nach ersten Einschätzungen rasch wieder hergerichtet werden. „Der Sturm ,Friederike’ hat meinen beruflichen Traum in Trümmer gelegt und das in einer Dimension, die selbst beim größten Optimisten Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung aufkommen lässt“, sagte Jörg Brockes, Kletterwald-Geschäftsführer. Zugleich dankte er via Facebook für zahlreiche Hilfsangebote. Er überlege bereits, wie der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Für ihn stehe fest, dass ein Neustart nur am bisherigen Standort in Frage kommt, allerdings sei eventuell ein Umzug auf benachbarte Flächen nötig. Bürgermeisterin Sabine Anemüller sagte Brockes die Unterstützung der Stadt zu. Das gelte nicht nur für die Aufräumarbeiten, sondern auch für den Wiederaufbau. So sei etwa an die Nutzung benachbarter Flächen oder an die rasche Erteilung von Genehmigungen zu denken. Zunächst allerdings muss aufgeräumt werden. Stadtförster Kammann erklärte, an vielen Stellen stünden Bäume schräg, es gebe erhebliche Spannungen im Holz und durch die Seile des Kletterwaldes. Anfang dieser Woche werden Fachbetriebe die Situation anschauen und mit den Arbeiten beginnen.

Alle Tiere aus dem Wildgehege haben den Sturm gut überstanden

Gute Nachrichten gab’s aus dem Wildgehege: Alle Tiere haben den Sturm gut überstanden. Zwar müssen sie vorübergehend mit weniger Platz auskommen, die Aufregung nach dem Sturm habe sich aber bereits wieder gelegt. Der Ruhebereich des Damwilds ist zurzeit nicht nutzbar. Die Kamerunschafe sind in einem Gehege gesichert. Die Wildschweine haben sich in die hinteren Bereiche zurückgezogen. Eine Mitarbeiterin des Freizeitanbieters Xpad, der seinen Sitz am Wildgehege hat, versorgte die Tiere regelmäßig mit Futter. Xpad-Geschäftsführerin Katrin Kraft sagte, das habe die Tiere beruhigt, die so trotz der zerstörten Zäune im Gehege geblieben waren.

Der Bereich, in dem sich der Zugang für Besucher befindet, ist eines der am stärksten geschädigten Stücke: Stadtförster Kammann: „Hier sind 30 Jahre forstwirtschaftliche Arbeit zum Aufbau eines gesunden Mischwalds in zwei Stunden weggeweht worden.“ Bereits während der Besichtigung wurde eine Idee entwickelt, wie die Bevölkerung beim Wiederaufbau helfen kann. Stadtförster Kammann sagte, eine gemeinschaftliche Aufforstungsaktion ähnlich wie der Aufbau des Jubiläumsgartens in einer Art Crowd-Funding-Projekt sei denkbar. Wenn alles gut geht, könnten in einem Jahr neue Bäume gesetzt sein.

Bereits am Samstag haben die Abbrucharbeiten an einem sturmgeschädigten, nicht mehr standsicheren Haus am Bleichpfad in Dülken begonnen. Bürgermeisterin Anemüller hatte sich noch am Freitag in einem Brief bei den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und der städtischen Betriebe für den selbstlosen Einsatz bedankt. mrö

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