Samstag und Sonntag war viel los in der Kempener Altstadt. Nächste Woche geht’s weiter.

Vor allem am Samstagabend war es voll in der Kempener Altstadt – so wie hier auf der Ellenstraße.
Vor allem am Samstagabend war es voll in der Kempener Altstadt – so wie hier auf der Ellenstraße.

Vor allem am Samstagabend war es voll in der Kempener Altstadt – so wie hier auf der Ellenstraße.

Kamel Iwan war auf dem Buttermarkt hin und wieder ganz schön neugierig.

Kurt Lübke, Bild 1 von 2

Vor allem am Samstagabend war es voll in der Kempener Altstadt – so wie hier auf der Ellenstraße.

Kempen. Die Altstadt ist die ideale Kulisse für einen Weihnachtsmarkt und in der Region längst kein Geheimtipp mehr. Die Weihnachtsmarkt-Saison startete am Samstag furios: Selbst als die allermeisten Geschäfte bereits geschlossen hatten, war das Gedränge abends enorm groß. Auch am Sonntag war viel los – schließlich war das Wetter ideal für einen weihnachtlichen Bummel durch Kempen. Die Besucher genossen die vorweihnachtliche Atmosphäre. Wer in Kempen nicht in Weihnachtsstimmung versetzt wurde, der ist immun gegen den Weihnachts-Bazillus.

Carlotta Schneider und Meike Kaden, beide 13 Jahre alt, stimmten mit Querflöte und Keyboard die Besucher mit ihren Liedern auf die besinnliche Zeit ein. Sie bekamen als Dank so manchen Euro: „Ich spare das Geld für einen Karibikurlaub in den Osterferien“, verriet Carlotta.

Mix aus kommerziellen Händler und karitativen Angeboten

Die vielen Händler hofften natürlich, dass die Besucher nicht ans Sparen dachten. Es gab unzählige Versuchungen, in die Geldbörse zu greifen. Manfred Groneck aus Münster hatte ausgefallene Schirme im Angebot: Ovale für Paare, vor allem aber solche mit Tierdrucken. Und er wies auf die besonderen Qualitäten der eher unscheinbaren Schirme hin: „Das sind sogenannte Portiersschirme, die auch Windstärke 10 aushalten.“ Zum Glück konnte das nicht sofort ausprobiert werden – zumindest am Samstag.

Kalt war es und darüber freute sich Wilhelm-Josef Heinen vom „Kunstzentrum Kempen“ an der Ellenstraße. „Gemeinsam mit meinem Enkel Elias biete ich hier Glühwein mit besonderen Zutaten an“, sagte Heinen. Mit seinen großen Weihnachtsmännern und Nussknackern hatte er der Ellenstraße ein Plus an weihnachtlichem Flair verpasst.

Beim Weihnachtsmarkt ging es nicht nur um Kommerz. Walburga Schumachers zog am Samstagabend eine erste positive Bilanz: „Es lief sehr gut und hat sehr viel Spaß gemacht.“ Sie verkaufte unter anderem selbstgemachten Eierlikör für den Verein „Ein Regenbogen für Afrika“. Eine Besonderheit waren die Grußkarten, die Afrikanerinnen bei sich zu Hause gestaltet und mit ihrem Namen versehen hatten.

Am Stand des Fördervereins der Astrid-Lindgren-Schule gab es so exotische Mitbringsel nicht. Heike Greve hatte dafür unter anderem Kirschkernkissen im Angebot – der Verein sammelt für Lernmittel und aktuell für Regale im Pausenraum der Schule.

Am Samstagabend hatten Anja Sylvia Schäfer aus Brüggen und Achim Bardohl aus Viersen auf dem Buttermarkt viele Zuhörer. Die beiden sangen erstaunlich stimmgewaltig Weihnachtslieder, aber auch Auszüge aus Musicals wie „Die Schöne und das Biest“, während sich rund 50 Meter weiter die Tiere der „lebendigen Krippe“ über Streicheleinheiten freuten. Vor allem das Kamel hatte es den Kindern angetan.

Ursula Schmitz aus Voerde war nach vielen Jahren mal wieder mit ihren Puppen zum Kempener Weihnachtsmarkt gekommen - ihre „Kinder aus Vinyl“ haben ungewöhnlich ausdrucksstarke Gesichter. Zu den Kunden gehörte auch ein Altenheim. Über die Puppen werden sich die alten, an Demenz leidenden Menschen wie Kinder freuen.

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