Grefrath. Volle Mülltonnen ärgern die Bürger in Grefrath. Der neue Vertrag mit der Entsorgerfirma EGN habe wenig Gutes gebracht, so die Kritik. Die WZ sprach mit Bauamtsleiter Michael Räppel über die Gründe für die ungeleerten Tonnen.

WZ: Herr Räppel, in Mülhausen würden die Mülltonnen nicht vernünftig geleert. Was ist los?

Michael Räppel: Es gab sicher einige Anlaufschwierigkeiten. Früher waren es vier Abfuhrbezirke, nun sind es nur noch drei. Die Fahrer müssen sich deshalb auf neue Touren einstellen und das dauert ein Weilchen. Außerdem hat es die EGN am Jahresanfang hart erwischt. Eine Grippewelle mit 18Kranken hatte die Firma erfasst. Das bedeutete, dass fremde oder neue Kräfte die Touren fahren mussten. So kam es zu Fehlern und Verzögerungen. Hinzu kam der Schnee. Die Probleme vom Anfang des Jahren hatten ihre Nachwirkungen.

WZ: Sie haben sich kürzlich mit der Firma EGN zusammengesetzt. Um was ging es?

Räppel: Wir haben mit zwei Mitarbeitern der EGN gesprochen. Dabei ging es vor allem um einen Datenabgleich. Früher, mit dem alten pauschalen System, war das nicht nötig. Nun wird individueller, nach der Anzahl der Entleerungen abgerechnet. Ein Chip an der Tonne registriert jede Leerung. Deshalb wurden die Tonnen Ende vergangenen Jahres verchipt. Nun ging es darum abzugleichen: Stimmen die Daten wie Tonnengröße, Zuordnung zu den Haushalten? Es sind auch einige Tonnen aufgetaucht, die keinen Chip haben oder noch nirgends registriert waren- illegale Tonnen sozusagen.

WZ: Was können die Bürger tun, damit es besser läuft bei der Müllabfuhr?

Räppel: Wichtig ist, dass jede Tonne einen Chip hat. Der Chip konnte aber nur an den Tonnen angebracht werden, die zugänglich waren. Vor allem sollten sich die Bürger bewusst machen, dass nun jede Leerung kostet. Das heißt: Lieber warten, bis die Tonne voll ist.

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