Ergebnisse der Studie über St. Hubert zeigen, dass der Ort für junge Leute nicht attraktiv genug ist. Mit den Einkaufsangeboten können die meisten aber gut leben.

Im November startete die Umfrage der Studenten am WZ-Mobil auf dem Marktplatz.
Im November startete die Umfrage der Studenten am WZ-Mobil auf dem Marktplatz.

Im November startete die Umfrage der Studenten am WZ-Mobil auf dem Marktplatz.

Lübke

Im November startete die Umfrage der Studenten am WZ-Mobil auf dem Marktplatz.

St. Hubert. Mehr kulturelle Veranstaltungen, ein Bekleidungsgeschäft mit Mode für alle Altersklassen und ein neues Restaurant im "Lounge-Stil" - das wünschen sich die St. Huberter laut einer Umfrage, die der Werbe- und Bürgerring in Auftrag gegeben hatte.

Eine achtköpfige „International Marketing“-Studentengruppe der Fontys Hogeschol Venlo entwickelte einen Fragebogen, sprach ab November 2013 mit 141 St. Hubertern und wertete das Marktforschungsprojekt aus (die WZ berichtete). Die Ergebnisse wurden Donnerstagabend bei der Jahreshauptversammlung des Werberings präsentiert.

Lebensmittel werden häufig in St. Hubert gekauft

Die Fragen „Was bietet St. Hubert?“ und „Wie kann St. Hubert attraktiver werden?“ standen bei der Studie im Mittelpunkt. Drei Viertel der St. Huberter sind mit den Geschäften und dem Angebot für Güter des täglichen Bedarfs sehr zufrieden. Backwaren, Haltbares und Gemüse kaufen die meisten vor Ort ein. Umgekehrt verhält es sich bei Gütern des mittel- und langfristigen Bedarfs: 75 Prozent der Befragten beurteilen das Angebot als (sehr) schlecht. Deshalb kaufen sie Kleidung, Elektrogeräte und Möbel vorwiegend außerhalb.

Die Note „Befriedigend“ vergibt die Generation Ü 30 für das Kulturangebot. 75 Prozent sind der Meinung, ein verbessertes Angebot führe zu mehr Lebensqualität. „Besser“ heißt hierbei mehr Veranstaltungen. Während die Jüngeren für Kino und Disco sind, erfährt ein Restaurant im Lounge-Stil – vergleichbar mit dem „Venga“ in Kempen – bei allen breiten Zuspruch. Außerdem gilt: Je jünger der Bewohner, desto unzufriedener ist er. Im Kendeldorf sei zu wenig los.

Viele kreuzten „Keine Angabe“ an

„Keine Angabe“ kreuzten viele bei der Wahl ihrer Einkaufsstätten an – bei Backwaren (46,8 Prozent), Fleisch (37,6), Gemüse (36,9) und Möbeln (61,7). Ähnlich vage wurde die Frage „Welches Geschäft fehlt Ihnen in St. Hubert?“ beantwortet: „Keine Angabe“ machten 70,93 Prozent der Befragten. Mit je rund vier Prozent lauteten die häufigsten Antworten: Elektronikfach-, Bekleidungs- und Haushaltswarengeschäft sowie Bioladen.

Werbering-Vorsitzender Smeets sieht die Studie als Erfolg an

An der Analyse arbeiteten acht Studenten mit: Julia Klose (Projektmanagerin), Hannah Tittel, Larissa Luft, Gina Klute, Marcel Meier, Julian Basteck, Kris Leipzig und Helen Kluth. Dozentin Laura Niermann leitete die Gruppe.

St. Hubert hat rund 8000 Einwohner. Für eine optimale Aussagekraft ergibt sich daraus nach Angaben der Studenten eine „minimale Stichprobengröße“ von 348. Teilgenommen haben aber nur 141 St. Huberter.

Durchschnittlich 45 Jahre alt waren die Befragten – 56 Prozent Frauen, 44 Prozent Männer. Sie wurden in drei Altersgruppen eingeteilt: unter 30 Jahre (26,2 Prozent), 31 bis 55 Jahre (47,5) und älter (26,2).

Kosten entstehen dem Werbering durch die Studie nicht. Lediglich bei den Materialkosten (Kopier- und Fahrtgeld) beteiligt sich der Werbering. Dessen scheidender Vorsitzender Michael Smeets sieht in der Studie einen Erfolg: „Sie zeigt uns, wo wir was zu tun haben. Ich wünsche mir, dass die Gewerbetreibenden gut zugehört haben und daraus ihre Schlüsse ziehen.“

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