Menschen: Maximilian Kleebaum spielt American Football. In dieser Sportart ist der 18-jährige Tönisberger so erfolgreich, dass er nun schon Nationalspieler ist.

Maximilian Kleebaum in voller Football-Montur– mit Helm, gepolsterten Schultern, Hand- und Fußballschuhen.
Maximilian Kleebaum in voller Football-Montur– mit Helm, gepolsterten Schultern, Hand- und Fußballschuhen.

Maximilian Kleebaum in voller Football-Montur– mit Helm, gepolsterten Schultern, Hand- und Fußballschuhen.

Maximilian Kleebaum in voller Football-Montur– mit Helm, gepolsterten Schultern, Hand- und Fußballschuhen.

Tönisberg. Wie kommt man zum American Football? Das ist die Frage, die man Maximilian Kleebaum oft stellt. Der junge Tönisberger ist Spieler bei den Niederrhein Thunderbirds in Duisburg- und Mitglied der deutschen Jugendnationalmannschaft.

Mit dem Gitarren-Unterricht hat für den 18-Jährigen alles begonnen. Sein Lehrer war Footballspieler, und so wurde das Interesse seines Musikschülers für diese aus den USA stammende Sportart geweckt. "Als ich mit dem Sport anfing, wusste ich nicht einmal, wie der Ball heißt", sagt Maximilian, der früher auch beim VfLTönisberg Fußball gespielt hat.

"Wenn 100 Leute beim Spiel anwesend sind, dann ist das schon viel."

Maximilian Kleebaum, Football-Nationalspieler

Heute trainiert der Schüler, der in Duisburg ein Gymnasium besucht, mehrmals in der Woche mit der Mannschaft und stärkt seine Muskeln darüber hinaus im Fitness-Studio. Denn ein durchtrainierter Körper ist wichtig- das Spiel erfordert viel Körpereinsatz. Dazu gehört die Sportkleidung, die den Körper vor Verletzungen schützt.

Maximilian, der auch ein guter Snowboarder ist, spielt auf der Position eines Cornerback. Er hat dort die Aufgabe, die Spieler, die den Ball jagen, zu decken. Zwei Mannschaften aus je elf Spielern versuchen den Ball- der die Form einer Pflaume hat- in die gegnerische Zone zu bringen.

Die Mannschaft im Ballbesitz (Offense) versucht dabei durch Werfen oder Schießen ein Tor (Touchdown oder Field Goal) zu erzielen, wobei der Gegner (Defense) sie daran hindert und versuchen muss, selbst in Ballbesitz zu kommen.

Auf Cheerleader müssen die Cracks noch verzichten

American Football ist an den US-Universitäten entstanden. 1869 wurde das erste Spiel bestritten.

Anfangs war Football ein sehr gefährlicher Sport, bei dem sogar Tote zu beklagen waren. Dies führte zur Einführung neuer Regeln und zu schützender Spielkleidung.

Heute sind die Verletzungen gering, da die Spieler sich körperlich fit halten und Bewegungsabläufe trainiert werden. Sogar Frauen haben den Sport für sich entdeckt.

Sind in den USA Football-Spiele Straßenfeger, so beklagt Maximilian, dass bei seinen Wettkämpfen fast nur die Eltern der Spieler als Zuschauer die Mannschaften anfeuern. "Wenn 100 Leute beim Spiel anwesend sind, dann ist das schon viel."

Auch auf Pompons schwingende Cheerleader- wie man sie von den US-Footballspielen kennt- müssen die jungen Cracks bisher noch verzichten.

Ach ja, und wie heißt denn nun der Ball beim American Football? Ganz einfach: auch Football, also Fußball. Nur mit dem uns bekannten Fußball hat er kaum etwas gemein. Der Ball wird selten mit Füßen getreten, sondern meist geworfen.

Informationen bei Maximilian Kleebaum unter Tel.02845/98684.

 

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