Das Swing-Trio „Three Wise Men“ begeisterte 120 Zuhörer in der „Haltestelle Kempen“.

Das Trio „Three Wise Men“ war beim Konzert in Kempen bestens aufeinander eingestimmt.
Das Trio „Three Wise Men“ war beim Konzert in Kempen bestens aufeinander eingestimmt.

Das Trio „Three Wise Men“ war beim Konzert in Kempen bestens aufeinander eingestimmt.

Friedhelm Reimann

Das Trio „Three Wise Men“ war beim Konzert in Kempen bestens aufeinander eingestimmt.

Kempen. Betreten ein Niederländer, ein Österreicher und ein Italiener die Bühne: Was wie der Anfang eines schlechten Musikerwitzes klingt, war in der „Haltestelle Kempen“ der Beginn eines außergewöhnlichen Jazzkonzertes. Das Swing-Trio „Three Wise Men“ begeisterte 120 Gäste mit Swing der 30er und 40er Jahre. Die US-amerikanische Sängerin Shaunette Hildabrand servierte bei einigen Songs zudem Kostproben ihres Könnens.

Immergrün begann’s mit der „Battle Hymn Of The Republic“, einem elegant interpretierten Klassiker zum Warm-Swingen. Cocktails, Zigarren, Frauen in eleganten Abendkleidern – bei „Just A Jigolo“ lud das Trio zum Träumen ein. Der niederländische Saxophonist und Klarinettist Frank Roberscheuten lieferte zarten Schmelz, der sich perfekt mit dem unerhört unaufgeregten Klavierspiel von Rossanno Sportiello (Italien) verband. Passend dazu das Spiel des alpenländischen Schlagzeugers Martin Breinschmid.

Repertoire führt die Drei bis zu Gershwin und Goodman

Das breite Repertoire der Drei führte über das angekündigte Set zu Gershwin und Goodman. Bei „Rachel’s Dream“ empfahl sich Breinschmid als begnadeter Xylophon-Spieler, sowohl solo als auch im Duett.

Jede Note strahlte jene Liebe zum Swing aus, die den Musikern gemein ist und mit der sie zu Werke gehen. Viel mehr noch: Porters Paukenschlag „Too Darn Hot“ adaptierten sie als Liebeserklärung an die Swing-Ära, wobei Hildabrand zum Mikro griff und beachtlich swingte.

Das Trio war bestens aufeinander eingestimmt. Dies zeigte sich im klugen Arrangement, wenn die Besen rührten, sich die Klarinette triolenartig in luftige Höhen schraubte und das Piano wolkenleichte Läufe und Triller hervorzauberte, dass es nur so eine Freude war. Nein, diese Drei sind kein Musikerwitz – dafür steckt ihr Spiel voller musikalischem Witz. kr

» Das nächste Konzert gibt’s am Sonntag, 6. April, in der Haltestelle Kempen, St. Töniser Straße 27-29. Ab 11 Uhr steht die Musik von Michel Legrand im Mittelpunkt. Karten kosten zehn Euro. Weitere Infos im Netz.

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