Am Mittwochabend waren die Feuerwehren erneut im Einsatz. Doch es war nicht so schlimm wie am Montag.

Kempen/ Grefrath/ Nettetal. Die Aufräumarbeiten nach dem Montags-Unwetter sind allerorts noch im Gange, da rückte am MIttwoch  schon die nächste Gewitterfront an. Gegen 18 Uhr verdunkelte sich über dem Niederrhein wieder der Himmel - Sturm, Regen und Hagel gesellten sich dazu.

"Es war aber bei weitem nicht so schlimm wie am Montag", sagte Kempens Feuerwehrsprecher Johannes Dicks am Mittwochabend gegen 20 Uhr. Ähnliches berichtete Dirk Heussen von der Nettetaler Feuerwehr: "Wir sind wieder mit einem blauen Auge davongekommen- ähnlich wie am Montag." Gar völlig entspannt war die Lage in Grefrath.

Die Kempener Feuerwehr war mit etwa 90 Mann im Einsatz. Am schlimmsten hat es wohl die Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Otto-Hahn-Straße 26 getroffen. Dort hat der Sturm Teile des Flachdachs abgedeckt. "Ansonsten hatten wir einige Keller leerzupumpen", ergänzte Dicks. Hinzu kamen erneut mehrere abgeknickte Bäume und Äste - "aber nicht so viele wie am Montag".

Während des Sturmeinsatzes wurde die Kempener Wehr auch noch zu einem Dachstuhlbrand an der Kerkener Straße gerufen. Dort hatte jemand Rauchentwicklung gemeldet. "Das stellte sich aber als falscher Alarm heraus. Da hat jemand die dunklen Wolken mit Qualm verwechselt", so Dicks.

In Nettetal war der Schwerpunkt der 35 Einsätze in Kaldenkirchen

In Nettetal eilten 70 Wehrleute aller Löschzüge zu rund 35 Einsatzstellen. "Aber es war nichts Großes dabei, nur Bäume und Äste", sagte Heussen. Schwerpunkt war am Mittwochabend in Kaldenkirchen. An der Ecke Bischof-Peters-/Johann-Sticker-Straße hielt eine knapp 20 Jahre alten Zeder dem Sturm nicht stand.

Eine Hälfte des zweigeteilten Stammes kippte quer auf die Straße - aber niemand wurde verletzt. Ein geparkter holländischer Lieferwagen wurde um Zentimeter verfehlt, aber ein Stromverteilerkasten zerstört. Um den Baum zerlegen zu können, mussten die Stadtwerke Nettetal den Strom in einigen Häusern abschalten.

In Grefrath gab es keinen einzigen Einsatz

Ruhig hingegen die Lage in Grefrath. "Hier ist gar nichts. Es gibt keinen einzigen Einsatz in Grefrath", meldete gegen 19 Uhr Feuerwehr-Chef Hans-Konrad Funken.

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