Neue Baugebiete werden 2016 erschlossen. Die Verwaltung hat dabei auch den sozialen Wohnungsbau für Flüchtlinge im Blick.

Im zweiten Bauabschnitt an der Kreuzkapelle wird fleißig gebaut. Mit dem dritten Abschnitt geht es im Laufe des Jahres weiter.
Im zweiten Bauabschnitt an der Kreuzkapelle wird fleißig gebaut. Mit dem dritten Abschnitt geht es im Laufe des Jahres weiter.

Im zweiten Bauabschnitt an der Kreuzkapelle wird fleißig gebaut. Mit dem dritten Abschnitt geht es im Laufe des Jahres weiter.

In der Nähe der St. Huberter Mühle (l.) wird dieses Jahr ein Baugebiet erschlossen. Potenziale sieht die Stadtspitze auch im Westen – angrenzend ans Hagelkreuz-Viertel (r.). Archiv-

In der Nähe der St. Huberter Mühle (l.) wird dieses Jahr ein Baugebiet erschlossen. Potenziale sieht die Stadtspitze auch im Westen – angrenzend ans Hagelkreuz-Viertel (r.). Archiv-

Kurt Lübke, Bild 1 von 3

Im zweiten Bauabschnitt an der Kreuzkapelle wird fleißig gebaut. Mit dem dritten Abschnitt geht es im Laufe des Jahres weiter.

Kempen. Die Stadt soll weiter wachsen. Bürgermeister Volker Rübo lässt seit einigen Jahren kaum eine Gelegenheit aus, um zu betonen, dass weitere Baugebiete entwickelt werden sollen. Unter anderem wegen des Flüchtlingsstroms bekommt das Thema nun eine neue Dynamik. „Wir brauchen dringend Wohnbauland, insbesondere auch für den öffentlich geförderten Wohnungsbau“, machte der Bürgermeister jüngst in seiner Rede zum Haushaltsentwurf 2016 deutlich.

In den gewachsenen Gebieten gibt es keine Flächen mehr

Rübo sagte, dass zwei weitere Flächen in diesem Jahr zur Bebauung vorbereitet werden. „Der dritte und letzte Bauabschnitt an der Kreuzkapelle und das neue Baugebiet an der Mühle in St. Hubert werden an den Start gehen.“ An der Kreuzkapelle, genauer gesagt an der Isaak-Kounen-Straße, sind im Bebauungsplan bereits Mehrfamilienhäuser eingeplant. Darin sollen auch öffentlich geförderte und damit bezahlbare Wohnungen entstehen. Das bestätigte Rübo im Pressegespräch zum Etat 2016. Insgesamt sieht der Bebauungsplan für den dritten Abschnitt rund 60 Wohneinheiten vor – überwiegend sind Doppel- und Einfamilienhäuser geplant.

Weil der Wohnraum in Kempen knapp ist beziehungsweise Wohnungen in der Innenstadt für weite Teile der Bevölkerung nicht finanzierbar sind, spielt der Geschosswohnungsbau auch in künftigen Baugebieten eine Rolle. Die Folgen der Flüchtlingskrise tragen dazu ihr Übriges bei. „Es gibt in den gewachsenen Wohngebieten und in der Innenstadt faktisch kaum Flächen, um Neubauten zu realisieren“, so Rübo. Kempen sei eine „sehr verdichtete Stadt“. Daher werde man auf neue Baugebiete ausweichen müssen.

Zähe Planungen auf dem ehemaligen Hemesath-Gelände

Der jüngst auf den Weg gebrachte Neubau der Familie Thelen am Donkring ist aus Sicht der Verwaltungsspitze eine der letzten Möglichkeiten für Mietwohnungen in der Innenstadt. Ebenso wie die seniorengerechten Mehrfamilienhäuser der GWG am Heyerdrink. Und dann wird’s eng, wie der zähe Entwicklungsfortschritt in Sachen Wohnungsbau rund um das ehemalige Hemesath-Gelände an der Wiesenstraße zeigt.

Gebiet an der St. Huberter Mühle wird 2016 angegangen

Wachstumspotenzial für Kempen sieht die Verwaltung in der Nähe der Wacktertapp-Mühle in St. Hubert. Dort will die Stadt in einigen Monaten in die Vermarktung gehen. Genauso wie im schon erwähnten Bauabschnitt an der Kreuzkapelle. Auch Tönisberg will Bürgermeister Rübo bei der Erschließung von Bauflächen nicht aus dem Auge verlieren. Konkrete Umsetzungspläne gebe es aber derzeit nicht.

Das gilt auch für die landwirtschaftlichen Flächen im Kempener Westen – im Anschluss an die Neue Stadt und die Straelener Straße. An diesem Projekt hält der Bürgermeister aber fest. „Für die Entwicklung des Kempener Westens sind weiterhin Planungsmittel eingestellt“, so Volker Rübo in seiner Haushaltsrede. Für den Ankauf von Flächen seien weiterhin jährlich etwa zwei Millionen Euro im Etat eingeplant.

„Wir müssen zum Leidwesen der Landwirtschaft in die Landschaft hineinwachsen“, sagt Volker Rübo. Mit einem „hohen Gestaltungsanspruch“ will der Bürgermeister die Entwicklung vorantreiben. Dabei dürfe es nicht zu „städtebaulichen Fehlentwicklungen“ kommen.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer