Dimension Polyant bleibt in St.Hubert– und investiert in neue Maschinen.

Mit Segeln aus Kempener Tuch wurden schon viele Regatten gewonnen.
Mit Segeln aus Kempener Tuch wurden schon viele Regatten gewonnen.

Mit Segeln aus Kempener Tuch wurden schon viele Regatten gewonnen.

Mit Segeln aus Kempener Tuch wurden schon viele Regatten gewonnen.

St. Hubert. Lange schien der Segeltuchhersteller in schwierigem Fahrwasser, nun macht sich verhaltene Zuversicht beim Betriebsrat breit: Der neue Vorstand des niederländischen Mutterkonzerns Gamma hat bekannt gegeben, dass Dimension Polyant nicht verkauft wird.

Bis Ende 2008 wollte die Mutterfirma die Kempener Gesellschaft verkaufen

Das ist ein völliger Kurswechsel- noch 2008 wollte der in finanzielle Schieflage geratene Konzern sich mit dem Abstoßen von Dimension Polyant wieder ins Gleichgewicht bringen. Allerdings laufen die Geschäfte der Tuchmacher zurzeit krisenbedingt auch nicht gut.

Das allerdings soll nicht der Grund für das Umdenken der Mutterfirma sein. "Eine solche Perle verkauft man nicht", habe der neue Vorstandsvorsitzende Jan Albers laut Geschäftsführerin Martina Minten-Schalley gesagt.

"Das war für uns aber keine Überraschung, der Verkaufsprozess war ja schon vorher eingeschlafen", sagt Toni Hüpen vom Betriebsrat. "Aber es ist ein beruhigendes Gefühl, auch für die Belegschaft." Seine Vorgänger in der Betriebsratsspitze hatten vor anderthalb Jahren, als der Verkauf beschlossene Sache war, hart um die Erhaltung ihrer Firma gekämpft.

Stattdessen investiert das Unternehmen einen Millionenbetrag in neue Maschinen: Eine Beschichtungsanlage ist bereits angezahlt und wird Ende März geliefert. "Da man die Anlage nicht von heute auf morgen auf- und abbauen kann, ist das eine kleine Standortsicherheit", sagt Toni Hüpen.

Die Firma stellt Gewebe, Laminate und Membranen her. Die werden später z.B. zu hochwertigen Segeln verarbeitet.

Es gibt 113 Mitarbeiter.

Produziert wird im Speefeld.

Immerhin ist die Maschine 25 Meter lang, wiegt mehrere Tonnen und wird wochenlang aufgebaut und justiert. Zudem wurde von einer insolventen Krefelder Firma eine weitere Maschine gekauft, mit der die Kempener ein in die Jahre gekommenes Gerät zum Trocknen der Tuche ersetzen.

Kurzarbeit wird es dennoch weiterhin geben. Betriebsrat und Geschäftsführung haben vereinbart, dass die 24 Monate, die der Gesetzgeber erlaubt, bis Ende Januar 2011 voll ausgeschöpft werden dürfen. Allerdings werde der Anteil schon seit Längerem reduziert, so Hüpen. So konnte das inzwischen 113 Mitarbeiter zählende Unternehmen auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. "Das ist ein absolutes Saisongeschäft, wo diese Flexibilität angebracht ist", sagt Minten-Schalley.

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