Das Neubaugebiet Borgesweg gedeiht. Ferner: Die Kö ist im Aufwind, dafür versackt das Bruch.

St.Hubert. Seit einiger Zeit forciert der ehemalige Werbering-Vorsitzende Michael Gehlen das Thema "älter werden in St.Hubert". Erfreut hat der 47-Jährige ohne Parteibuch nun im Wahlkampfprogramm der CDU gelesen, dass die Union sich für eine Verlagerung des Fußballplatzes "AnEulen" zum Sportzentrum stark macht und auf dem freiwerdenden Areal eine Senioren-Wohnanlage errichten möchte. "Ein Jahr nach der Wahl will ich hier im Ort einen Stammtisch machen und nachhaken, was draus geworden ist", lässt Gehlen nicht locker. Das Thema bietet Zündstoff. Zumal Bürgermeister Karl Hensel (64) durchsickern ließ, dass zunächst ein drittes Altenheim für Alt-Kempen errichtet werden soll. Womit er sich den Unmut des Werbering-Vorsitzenden Michael Smeets (43) zugezogen hat.

Sommerfest bei Heide und Zweig

Schnitzeljagd und Treckerfahren: Die Straßengemeinschaft Heideröslein lädt am Samstag zum Sommerfest. Ab 14 Uhr geht es auf dem Platz Bartzheide/Degelsheide rund. Ein Spanferkel brutzelt im Feuer, für Kinderbetreuung ist gesorgt. "Speis und Trank zu zivilen Preisen", sagt Karin Balters. Noch ein Sommerfest am Samstag, diesmal tief im Westen: In der Voescher Gaststätte "Zum grünen Zweig" lädt Wirt Andreas Heisters ab 19 Uhr zu Spezialitäten vom Grill, DJ Pinki legt flotte Musik auf.

Schadbruch: Wasser sackt ab

Der Öko-Haushalt im Schadbruch ist gestört, das Grundwasser ist in den letzten 100 Jahren abgesackt. Doch warum? "Es gibt vier Gründe", sagt Biologe Ulrich Abts, der sich in diesem Naturschutzgebiet auskennt. Da ist die Rhein-Erosion, denn der Fluss vertieft sein Bett stetig. Ebenso spielt die Entwässerung eine Rolle, Stichwort Wasserverdampfung. Ferner nennt Abts den Steinkohlebergbau und die Brunnengalerien als Faktoren des gesunkenen Nasses. Brunnengalerien sind mehrere Filterrohrbrunnen, die an eine Pumpe angeschlossen sind. Sie dienen entweder der Wasserversorgung oder der Grundwasserabsenkung.

Fahrradladen stellt E-Bikes aus

Zweirad Tec2 an der Hauptstraße ist gewachsen. Nachdem Stefan Grote das Geschäft an der Hauptstraße 40 zum Hohenzollernplatz vor knapp fünf Jahren eröffnet hat, nutzt er jetzt das zuletzt anderthalb Jahre leerstehende Ladenlokal an der Hauptstraße 34 gegenüber dem Friedhofszugang für seine Zwecke. "Ich stelle dort E-Bikes aus", sagt der Fahrradhändler.

Balters vom Läufer-Virus infiziert

In anderthalb Wochen ist Altstadtlauf. Passen muss Ex-Prinz Theo Balters, der im Vorjahr bei seiner Premiere eine gute Figur machte. "Die Fußbeschwerden sind schlimmer geworden", winkt der 60-Jährige ab. Dafür läuft seine Frau Karin die 5000 Meter mit der Prinzengarde mit. "Ein Testlauf für die Staffel in Köln", sagt die Ex-Prinzessin. Nach 2008 ist auch Filius Kai-Uwe Balters wieder am Start. Der 23-Jährige hält auf der 5-km-Strecke die Fahnen der St.Huberter Feuerwehr hoch.

Rabenstarkes Schweden-Essen

Der Förderverein Rabenstark lädt ein zum Benefiz-Essen zugunsten der Jugendarbeit der Gustav-Adolf-Kirche. Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Holzkirche wird ein schwedisches Büfett aufgetischt. Das Benefiz-Essen findet statt am Samstag, 22.August, ab 19.30 Uhr im Gemeindezentrum an der Martin-Luther-Straße 12. Es kostet pro Mitesser 15 Euro. Anmeldung bei Astrid Reinshagen-Baumgart unter Tel.02152/962184.

Fünf Jahre Foto-Henry

Der "dicke Belgier" von der Breite Straße1 strahlt: Fünf Jahre Foto-Style. So lange führt Henry Sontrop das Geschäft, hat zum Jubiläum ein neues Schild "Ihre Foto-Ecke in St.Hubert" angeschraubt und Preise wie vor fünf Jahren. Der Vater kam aus Belgien, der Großvater war aus Orbroich, die Familie ist am Ehrenmal Hohenzollernplatz verewigt. Bekannt ist Sontrop auch durch die zwei Strech-Limousinen, die Sohnemann Pascal (27) steuert.

Sportprojekt "schwer mobil"

Stichwort "dick": Nächsten Mittwoch startet um 15 Uhr in der kleinen Halle am Hohenzollernplatz das Kreissportbund-Projekt "schwer mobil". "Sechs Eltern haben sich mit ihren Kindern angemeldet", sagt Ulrike Dahms. Die Landessportbund-Lehrerin leitet das Projekt für übergewichtige Kinder. "Wer unverbindlich reinschnuppern möchte, ist auch willkommen", sagt die St.Huberterin. Info unter Tel.02152/6188.

Niederrheinroute ausgeschildert

Der eine oder andere Radler wird sich den Hals verrenken: In luftigen Höhen sind die rot-weißen Schilder für die Niederrheinroute montiert. So erfährt der Pedalritter an der Schauteshütte, dass es ab Baselshof bis Kempen 2,2 und bis St.Hubert ein Kilometer ist. Bange Frage: Was ist in 3,2 Kilometern dazwischen?

Kö hisst die Handels-Flagge

Das Sorgenkind Königsstraße erholt sich. Nachdem in Hausnummer4 das Second-Hand-Geschäft Klapperstorch eröffnet hat, will Reitsport Wolfen aus Escheln in die Nachbarschaft (Nr.3) ziehen. Jetzt fehlt noch ein Nachfolger fürs Heenen-Lokal gegenüber, wo im Quelle-Shop 2008 Schluss war.

Sabo: 3-Generationen-Kabarett

Im Sabo, An Eulen7, gastiert am 22.August das Krefelder Kabarett Komplott. "Es gibt noch Karten à 15 Euro", sagt Sabo-Chefin Ursula Sabottke. Mit Volker Diefes, Rüdiger Höfken und David Werker stehen drei Generationen mit über 100 Jahren erlebter deutscher Geschichte auf der Bühne: Diefes spricht für die Mittdreißiger, Höfken steht für 40plus, Werker ist der Jungspund.

Ein Apfelbaum mit Geschichte

Fallobst vom Kendel kommt von der Ecke Hülser Landstraße/Stendener Straße. Dort steht an der Gärtnerei Dercks ein Apfelbaum, der herrliche Früchte trägt und mit Wolllust auf den Asphalt knallen lässt- sehr zur Freude der Bienen. "Der Baum dürfte noch aus den Anfängen der Obstplantage sein", sagt Gärtnermeister Thomas Dercks (36). Der Großvater Heinrich Fonken war vom Dixhof, der in den 90ern abgerissen wurde. Ende der 30er-Jahre hat Fonken eine Obstplantage errichtet und war damit Teil jener Kempener Obst-Tradition, die noch mit Namen wie Peeters und Hardt verbunden ist. Thomas und sein Bruder Roland Dercks (32) haben die Gärtnerei auf Tulpen umgestellt. Aber die alte Obsthalle steht noch, aus der der Apfelbaum herauswächst. Er trägt bis heute einen Klarapfel, der sich zum Einmachen eignet. Thomas Dercks: "Unter der Halle befindet sich ein Keller- mit viel Wasser, deshalb gedeiht der Baum wohl so prächtig." Wenn die Halle irgendwann abgerissen wird, grübelt die Familie seit geraumer Zeit, was aus dem Apfelbaum-Schätzchen werden soll. Sein Bruder aus jener Zeit, ein Birnbaum, steht noch neben dem Wohnhaus.

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