Pastor Matthias Zizelmann geht zur Württembergischen Landeskirche.

St. Hubert/Tönisberg. "Wir sehen den Abschied von Pastor Zizelmann mit einem lachenden und einem weinenden Auge", sagte Pfarrer Markus Rönchen. Am Sonntag hat die Evangelische Gemeinde Tönisberg den jungen Pastor mit einem Gottesdienst verabschiedet.

"Ich gehe auch mit genau diesen beiden Augen. Vor allem die Menschen und die schöne Stadt Kempen werde ich sehr vermissen", sagte Matthias Zizelmann (38). Er geht, um bei der Württembergischen Landeskirche am 1.März eine feste Pfarrstelle anzutreten. Der Pastor kommt auch aus dem Ländle, ist in Kirchheim an der Teck in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen.

"Wir freuen uns für ihn und seine Familie", bekräftigte Rönchen. Die junge Familie erwartet bald das zweite Kind. In Tönisberg hatte Zizelmann nur eine befristete Stelle inne. Vermissen werde man den Pastor, der dreieinhalb Jahr lang "sehr, sehr gute Arbeit in der Gemeinde geleistet hat", wie Rönchen betonte: "Wir sind sehr glücklich gewesen, dass wir ihn hatten."

Ihm sei immer wichtig gewesen, in einer Gemeinde zu arbeiten, so Zizelmann. Er habe gerne in Tönisberg und St. Hubert gearbeitet. Sechs Jahre lang war er zuvor in Bornheim bei Bonn tätig und hat dort das Vikariat absolviert. In St. Hubert und Tönisberg hatte sich der 38-Jährige vor allem um die Schulen und die Erwachsenenbildung gekümmert. Dabei stand er sogar in der Küche, wenn "Biblisches Kochen" angesagt war. Kochen gehört zu seinen Hobbys, wie Joggen und Fotografieren.

Der Weggang wird Lücken hinterlassen, ist sich Rönchen sicher: "Alle Angebote werden wir nicht aufrecht- erhalten können."

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