Im Thomaeum erlebten die Besucher einen unterhaltsamen Abend.

Das 17-köpfige Orchester eröffnete den Abend im Thomaeum.
Das 17-köpfige Orchester eröffnete den Abend im Thomaeum.

Das 17-köpfige Orchester eröffnete den Abend im Thomaeum.

Kurt Lübke

Das 17-köpfige Orchester eröffnete den Abend im Thomaeum.

Auf einen „wahren Schildbürgerstreich“ wies Schulleiterin Agnes Regh in ihrer Begrüßung zum Sommerkonzert des Gymnasiums Thomaeum hin: Nach einer Begehung durch technische Prüfer sei festgestellt worden, dass die Verkabelung in der Aula gesundheitsschädlich sei und daher schnellstens ausgewechselt werden müsse. Die Schulleitung habe sich den Termin aussuchen dürfen und die anstehenden Sommerferien dafür ausgewählt. Antwort der Prüfer: Die Reparaturmaßnahmen müssten warten, da zu dieser Zeit Sommerpause sei.

Da können die zahlreichen Zuschauer des Konzerts nur froh sein, dass die Aula des Thomaeums nicht kurzerhand gesperrt worden war. Denn ein Ausfall der musikalischen Darbietungen wäre wirklich schade gewesen. Die Leistungen von Chor, Orchester und Solisten waren ein Genuss für die Ohren.

Das Schulorchester machte den Auftakt

Den Auftakt machte das 17-köpfige Schulorchester unter der Leitung von Sophia Wildner. Aus dem Orpheus-Medley von Jacques Offenbach stach besonders der bekannte Cancan hervor.

Und dann jagte ein Höhepunkt den nächsten. Solistin Amy Thomas interpretierte auf ihrer Querflöte den verspielten „petit negre“ von Claude Debussy in leichter und eleganter Weise. Ella Thomas entlockte ihrer Harfe das gesamte musikalische Spektrum von laut bis leise und von schnell bis langsam. Mit zwei Liedern von Gioacchino Rossini und Bernard Andrés konnte sie durch atemberaubende Fingerläufe und saubere Akzentuierung ihr Talent unter Beweis stellen.

Die Gesangsolisten Oliver Driesch (Tenor) und Marie Angona (Sopran) sorgten mit zwei tragenden Liedern von Franz Schubert für den opernhaften Teil des Abends. Während Driesch der Schule noch ein Jahr erhalten bleibt, wird Angona nach ihrem Abitur dem Thomaeum mit ihrer außergewöhnlichen Stimme fehlen.

Neben den Solisten wurde der Abend aber hauptsächlich von Ensembles gestaltet: Instrumentalpraktischer Kurs, Neigungskurs Streicher und die Gitarren-Klasse der Kreismusikschule Viersen unter der Leitung von Jutta Hetges zeigten ihr Können. Schließlich zogen 23 Kinder der Chorklasse mit rhythmischem Stampfen in die Aula ein und sangen „Lord oft the Dance“.

Unter Dirigent David Nethen vereinigten sich Chorklasse und Schulchor, sodass schließlich 44 Kinder und Jugendliche auf der Bühne standen. Zusammen sangen sie moderne Popstücke von Coldplay und Katy Perry.

Abschließend bewies das Schulorchester, dass es nicht nur „klassisch“ kann. Mit Bravour meisterte es das Musical-Medley aus „West Side Story“ mit seinen teilweise sehr schwierigen Rhythmen. Und auch mit Abba-Hits wie „Fernando“ oder „Money, money, money“ verwöhnte es die Zuschauer.

Unter anhaltendem Applaus entließ das Publikum die Musiker nach einem gelungenen Konzert in die verdiente Sommerpause und freut sich auf die kommende Saison.

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