Vor allem auf der Ellenstraße sind die Rettungswege zu eng. Neue Plätze gibt es auf der Peterstraße.

Vertreter von Stadt, Bauhof, Feuerwehr und Polizei waren in der Stadt unterwegs – hier auf der Engerstraße.
Vertreter von Stadt, Bauhof, Feuerwehr und Polizei waren in der Stadt unterwegs – hier auf der Engerstraße.

Vertreter von Stadt, Bauhof, Feuerwehr und Polizei waren in der Stadt unterwegs – hier auf der Engerstraße.

Vertreter von Stadt, Bauhof, Feuerwehr und Polizei waren in der Stadt unterwegs – hier auf der Engerstraße.

Kempen. Die Katastrophe bei der Duisburger Loveparade im Sommer hat Auswirkungen auf Feste in der Kempener Innenstadt. Weil das NRW-Innenministerium neue Bestimmungen für Veranstaltungen ab 5000 Besuchern erlassen hat, muss die Stadt ein neues Sicherheitskonzept für die Altstadt vorlegen.

Feuerwehr machte den Test mit der Drehleiter

Vertreter von Verwaltung, Feuerwehr und Polizei sind jetzt durch die Innenstadt gezogen, um auf dem Boden die Standplätze neu zu markieren. An den neuralgischen Punkten testete die Feuerwehr die Rettungswege sogar mit einer Drehleiter: Die zulässige Durchfahrts-Breite liegt nach Angaben der Stadt bei 3,50 Meter.

"Wir mussten dabei feststellen, dass die Rettungswege an einigen Stellen zu eng sind", sagt Stadtsprecher Christoph Dellmans. Deswegen müsse man die Anzahl der Marktstände um etwa 20 reduzieren. "Besonders im Bereich von Ellen- und Oelstraße mussten wir einige Plätze streichen", so Dellmans. Auf der Ellenstraße müsse sogar eine Straßenlaterne zwischen Spielwaren Stein und der Löwen-Apotheke dauerhaft versetzt werden. "Einen neuen Standort suchen wir noch."

Um die wegfallenden Standplätze zu kompensieren, soll künftig bei Stadtfesten die Peterstraße mehr genutzt werden. "Die neuen Bestimmungen sind eine gute Gelegenheit, um die Peterstraße besser ins Marktleben einzubinden", sagt der Stadtsprecher. Durch die neuen Plätze dort werde die Stadt wahrscheinlich die Kapazität von etwa 230 Stellflächen erhalten. Hinzu kommen wie gehabt etwa weitere 40 auf dem Buttermarkt. "Der Markt ist nicht von den Neuerungen betroffen, weil es zu allen Seiten Zufahrtswege für Rettungskräfte gibt", sagt Dellmans.

Für den Hubertusmarkt gibt es eine Ausnahmegenehmigung

Die neuen Stellflächen wurden zunächst mit Kreide und Sprühfarbe markiert. "Nächste Woche werden wir dann Nägel im Pflaster versenken", sagt der Stadtsprecher. "Dann ist dauerhaft geklärt, wie groß die Stände sein dürfen." Heißt konkret: Die Stadt weiß beispielsweise sofort, wo sie einen vier Meter langen Stand am besten platzieren kann.

"Zusätzlich müssen wir bei Strom- und Wasseranschlüssen etwas verändern", sagt der Pressesprecher. Unter anderem müssten Hydranten von der Straßenmitte an den Rand verlegt werden.

Das neue Konzept greift zum ersten Mal bei den Weihnachtsmärkten. "Für den Hubertusmarkt am 3. November haben wir noch eine Ausnahmegenehmigung, weil die Stellplätze schon vermietet sind", sagt Dellmans.

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