Die Sternsinger sind in der Stadt unterwegs. Am Mittwoch wurden sie ausgesandt.

Die Sternsinger sind in der Stadt unterwegs. Am Mittwoch wurden sie ausgesandt.
Den ersten Segen erhielt am Mittwoch die Propsteikirche. Propst Thomas Eicker und Otto Birkmann hielten die Leiter.

Den ersten Segen erhielt am Mittwoch die Propsteikirche. Propst Thomas Eicker und Otto Birkmann hielten die Leiter.

Kurt Lübke

Den ersten Segen erhielt am Mittwoch die Propsteikirche. Propst Thomas Eicker und Otto Birkmann hielten die Leiter.

Kempen. Für zwei junge Sternsinger ging es am Mittwoch hoch hinaus. Um an der Propsteikirche und am Rathaus am Buttermarkt die Segenswünsche anzubringen, stiegen sie mit der Kreide in der Hand auf die Leiter. 20 * C + M + B * 17 malten sie mit Unterstützung von Propst Thomas Eicker und dem stellvertretenden Bürgermeister Otto Birkmann gut sichtbar über die Türen.

Zuvor hatten die Sternsinger aller Kempener Gemeinden den Aussendungsgottesdienst in der Propsteikirche St. Marien gefeiert. Rund 100 Jungen und Mädchen sind in diesen Tagen verkleidet als die Heiligen Drei Könige in der Stadt unterwegs. Sie ziehen von Haus zu Haus und bringen den Frieden des Weihnachtsfestes in jede Wohnung.

Sternsinger halfen armen Kindern in allen Gegenden der Welt

Schon vor dem Gottesdienst herrschte am Mittwoch in der Burse geschäftiges Treiben. Da wurden Kronen aufgesetzt und Umhänge umgelegt, Spendendosen, Aufkleber und Kreide verteilt. Verena Schmitz war mit ihren zwei Kindern gekommen, um in einem Bezirk für den guten Zweck zu sammeln. „Ich mache das seit ganz vielen Jahren – als Kind habe ich das schon selbst gemacht“, erzählt die Mutter. Neben ihren Kindern Arne (6) und Annika (11) hatte sie auch Nachbarskinder mitgebracht, die am Mittwoch mit dem Stern in der Hand von Haus zu Haus gingen. Dass man Menschen helfen kann – das gefällt Sophie (7) besonders gut am Sternsingen.

„Viel Erfolg“ wünschte der stellvertretende Bürgermeister Otto Birkmann den Sternsingern. Auf den Weg gab er den Kindern auch noch mit, dass er im Fernsehen am Sonntag einen kleinen Jungen aus Südamerika gesehen hatte. Der schilderte, dass er keinen Sinn in seinem Leben sehe. „Das geht schon ans Herz“, so Birkmann, der bei diesen Bildern an die Sternsinger denken musste, die mit ihrer Aktion dazu betragen, dass Kinder wie dieser Junge ein wenig Hoffnung und Perspektive für ihr Leben erhalten.

Rund 100 Kinder und Jugendliche sind nun bis zum 8. Januar unterwegs. An den Haustüren singen sie ein Lied, sprechen den Segen für das neue Jahr aus und bitten um eine Gabe für Kinder in Not. Die Aktion in St. Marien unterstützt das Patenschaftsprojekt Pedro II in Brasilien. Das „Centro Thomas a Kempis“ ist ein Schulprojekt, das Kindern aus armen Landfamilien ermöglicht, eine Schule über die vierte Klasse hinaus zu besuchen. Dort lernen die Schüler mit den Gegebenheiten der Halbtrockenzone umzugehen. Dafür werden dort Techniken für die Hühner- und Ziegenzucht, Bienenhaltung, Gemüse- und Feldbestellung vermittelt.

In St. Josef wird für Okatana, in Christ-König für Quito gesammelt

Die Sternsingeraktion in St. Josef unterstützt die Suppenküche in in Okatana in Namibia. Dort werden rund 300 Aids-Waisen versorgt und betreut. Die Sternsinger in Christ-König sammeln für das Straßenkinderheim Arbol de la Esperanza in Quito in Ecuador.

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