Der Haushalt 2009 wurde am Dienstagabend beschlossen. Und es gibt Probleme in der St.Huberter Halle.

Sport und Spiel in der Doppelsporthalle an der Stendener Straße lassen länger auf sich warten als gedacht. Bei den Arbeiten in der geschlossenen St.Huberter Halle gibt es Schwierigkeiten.
Sport und Spiel in der Doppelsporthalle an der Stendener Straße lassen länger auf sich warten als gedacht. Bei den Arbeiten in der geschlossenen St.Huberter Halle gibt es Schwierigkeiten.

Sport und Spiel in der Doppelsporthalle an der Stendener Straße lassen länger auf sich warten als gedacht. Bei den Arbeiten in der geschlossenen St.Huberter Halle gibt es Schwierigkeiten.

Friedhelm Reimann

Sport und Spiel in der Doppelsporthalle an der Stendener Straße lassen länger auf sich warten als gedacht. Bei den Arbeiten in der geschlossenen St.Huberter Halle gibt es Schwierigkeiten.

Kempen. Das wird den St. Huberter Hallensportlern nicht gefallen: Der Zeitplan für die Sanierung der geschlossenen Doppelsporthalle ist ins Wanken geraten. "Sie wird nicht nach den Osterferien fertig sein", sagte der Technische Dezernent Stephan Kahl am Dienstagabend.

Der Grund ist die nicht fachgerechte Arbeit an der Hallendecke. Deshalb wird sich die Stadt von dem "beratungsresistenten" Unternehmen trennen. Ein Sachverständiger muss nun alles unter die Lupe nehmen und eine neue Firma beauftragt werden.

CDU und FDP stimmen für zwei zusätzliche "Ordnungshüter"

Hauptthema waren am Dienstagabend jedoch die Reden der vier Parteienvertreter zum Haushalt. Und die ließen mal mehr, mal weniger schon einen Vorgeschmack auf den bevorstehenden Kommunalwahlkampf zu - in politischer Zielsetzung und im Ton.

"Die Verschuldung unserer Stadt ist mit 47Millionen Euro immer noch zu hoch", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Wilfried Bogedain. Er setzt auf einen weiteren Sparkurs.

Dazu gehört für die CDU, dass es keinen Kunstrasenplatz für den SV Thomasstadt geben soll. Zumindest im Moment nicht. Festhalten will die CDU auf jeden Fall an den zwei neuen Stellen für einen kommunalen Ordnungsdienst, damit die ein Auge auf Jugendliche und Radfahrer haben sollen.

29 Anträge aus den Parteien lagen gestern Abend dem Rat vor. Bürgermeister Karl Hensel erhob mahnend den Zeigefinger über die Vorgehensweise. Denn zunächst sollten diese in den zuständigen Fachausschüssen beraten werden. Deshalb lautete der Beschlussvorschlag der Verwaltung auch, alle - bis auf zwei- in die Ausschüsse zu überweisen.

Zwei Anträge der Grünen wurden abgelehnt. Darunter der, der Kempener Tafel kostenfreie Räume zur Verfügung zu stellen. Begründung von Hensel: "Wenn wir das zu lassen, wo sollen wir da bei anderen Vereinen Grenzen setzen."

Die SPD mochte mit dem Haushalt 2009 "Zeichen für die nächsten Jahre setzen", wie Andreas Gareißen als Haushaltspolitischer Sprecher sagte. Sie will vor allem intensive Jugendpolitik betreiben.

Dazu gehören für die Sozialdemokraten Investitionen in Sport und Schulen sowie in die Sozialarbeit. Deshalb wünschen sie sich "sozial geschulte Mitarbeiter, die auf der Straße arbeiten". Womit die SPD einen Antrag der Grünen auf einen Streetworker unterstützen.

Für Bündnis90/Die Grünen wünschte sich die Fraktionsvorsitzende Alexa Bernards-Niermann vor allem mehr Engagement Richtung Klimaschutz. Sie schlug auch vor, sich die 300000 Euro für den East-Cambridgepark für Spielgeräte für Kinder und Senioren zu sparen: "Dringender halten wir den Gedanken, ein Hospiz zu errichten."

Für ein drittes Senioren- und Pflegeheim setzte sich Christel Scommoda, Fraktions-Vorsitzende der FDP ein. Außerdem forderte sie, dass für den Sport "etwas getan werden muss. In nächster Zukunft brauchen wir in St.Hubert einen neuen Sportplatz".

Einigkeit herrschte bei allen Parteien über den Haushalt 2009, den sie einmütig verabschiedeten. Abgetrennt bei der Entscheidung war der Punkt über die zusätzlichen zwei Stellen im Ordnungsdienst und die Anhebung der Besoldung der Stelle für den Jugendamtsleiter. Beide wurden mit den Stimmen von CDU und FDP und gegen die von SPD und der Grünen beschlossen.

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