Im Kaldenkirchener Hallenbad gingen am Montag 90 Grundschüler an den Start. Der Kreis initiierte den Wasser-Wettkampf, weil viele Kinder nicht schwimmen können.

Nicht nur bei den Wettbewerben im Wasser, sondern auch am Beckenrand hatten die Kinder im Kaldenkirchener Hallenbad ihren Spaß.
Nicht nur bei den Wettbewerben im Wasser, sondern auch am Beckenrand hatten die Kinder im Kaldenkirchener Hallenbad ihren Spaß.

Nicht nur bei den Wettbewerben im Wasser, sondern auch am Beckenrand hatten die Kinder im Kaldenkirchener Hallenbad ihren Spaß.

Kurt Lübke

Nicht nur bei den Wettbewerben im Wasser, sondern auch am Beckenrand hatten die Kinder im Kaldenkirchener Hallenbad ihren Spaß.

Kaldenkirchen. Schwimmen statt Mathe, Deutsch und Englisch: Am Montag fand im Hallenbad an der Buschstraße der erste regionale Schwimm-Wettbewerb für Grundschulen aus Nettetal und Brüggen statt. "Das ist schöner als der Unterricht in der Schule", sagte Colin Schwanitz (10) von der 4c aus Bracht.

"Hier geht es nicht um Eliten-Ermittlung, sondern um Teamgeist."

Horst Gerlach, Leiter der Gemeinschafts-Grundschule Breyell

Das Pilotprojekt für den gesamten Kreis Viersen erlebten 90 Grundschüler, sieben Lehrer sowie knapp zwei Dutzend Eltern und Betreuer im Nette-Bad im Schulzentrum. Sieben Grundschulen nahmen mit insgesamt neun Mannschaften (á je 10 Jungen und Mädchen) begeistert teil.

Grund für das Pilotprojekt waren die Klagen von Lehrern weiterführender Schulen, dass Schüler der fünften Klassen nicht oder nur sehr schlecht schwimmen können. Deshalb entschloss sich der Ausschuss für den Schulsport im Kreis Viersen, für die dritten und vierten Grundschulklassen einen Wettkampf zu erarbeiten.

Darin sollten die Schwimmfertigkeiten der Grundschüler festgestellt werden, so Ilona Taube, Geschäftsführerin des Schulsportausschusses im Kreis Viersen. Bisher gab es auf Kreisebene Fußball-, Leichtathletik- und Laufwettbewerbe. Taube: "Schwimmen fehlte. Diese Lücke wollen wir schließen."

Unter Leitung von Horst Gerlach, Rektor der Gemeinschafts-Grundschule Breyell, und Anna Göring (Schulsport-Ausschuss) wurden unterschiedliche Disziplinen festgelegt: Ball- und Sprint-Wettbewerbe, acht Minuten Dauerschwimmen, verschiedene Techniken (Brust- Rückenschwimmen, Tauchrolle) sowie Sprung vom Ein-Meter-Brett.

"Hier geht es nicht um Eliten-Ermittlung sondern um Teamgeist", unterstrich Gerlach. Folglich gab es keine Einzel-, sondern nur Teamwertungen.

Die Vielseitigkeit der Prüfungen kam bei den Kindern an. Leo Willmen (10), Katholische Grundschule Leuth: "Mir hat die Ballstaffel am besten gefallen." Simon König, Nils Trautmann und Florian Sötje (alle 10) waren sich einig: "Turmspringen ist das Tollste." Das zeigten sie auch. Pflichtsprünge waren Kopf-, Fuß- und Paketsprung.

Die Kür konnte jeder Grundschüler selber wählen: Die Jungs machten ausnahmslos gewagte Überschlagsprünge. Dabei traten die Eltern und Lehrer schon mal respektvoll einige Schritte zurück. Das Wasser spritzte, die Schüler jubelten und die Eltern wurden nass. Es machte Spaß.

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