Am Beyertzhof in St. Hubert gibt es Ärger wegen der Pflegehaus-Zufahrt. Zwei Gerichte sind damit befasst.

In einigen Wochen soll es hier ganz anders aussehen: Bereits im März/April soll der Rohbau fertig sein.
In einigen Wochen soll es hier ganz anders aussehen: Bereits im März/April soll der Rohbau fertig sein.

In einigen Wochen soll es hier ganz anders aussehen: Bereits im März/April soll der Rohbau fertig sein.

Ein Blick auf die Baustelle auf der ehemaligen Erweiterungsfläche des Friedhofs.

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In einigen Wochen soll es hier ganz anders aussehen: Bereits im März/April soll der Rohbau fertig sein.

St. Hubert. „Ich würde mich sehr freuen, wenn nun auch von den kritischen Anwohnern das Pflegewohnhaus mitgetragen wird.“ Diese Worte hat Bürgermeister Volker Rübo in einem Brief an den Heimatverein zum Jahresabschluss gewählt. Aus diesem Wunsch wird aber nichts: Der Rechtsstreit zwischen der Stadt Kempen und Anwohnern Am Beyertzhof um die geplante Zufahrt zum Seniorenpflegehaus, das sich derzeit im Bau befindet, wird weitergehen – und das wahrscheinlich lange. Die Beteiligten gehen davon aus, dass es nicht vor Mitte 2015 zu einer Entscheidung der Gerichte kommt.

Vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf klagen die Anwohner gegen die erteilte Baugenehmigung. Zudem läuft ein sogenanntes Normenkontrollverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster.

Stadtverwaltung gibt sich zuversichtlich

Dort sollen die Richter prüfen, ob bei der Aufstellung des geänderten Bebauungsplanes für das Pflegewohnhaus alle Interessen und andere verkehrliche Erschließungsmöglichkeiten berücksichtigt worden sind. Konkret geht es darum, dass die Anwohner durch die Zufahrt zum Pflegewohnheim eine zu hohe Verkehrsbelastung auf „ihrer“ Straße befürchten.

Mit Blick auf den Rechtsstreit, der parallel zu den Bauarbeiten läuft, ist die Stadtverwaltung aber zuversichtlich. „Wir sind von unseren Plänen absolut überzeugt“, sagte Rübo im Gespräch mit der WZ. Gerüchte, nach denen die Stadt bereits eine alternative Planung für die Zufahrt in der Schublade hat, weist Rübo von der Hand: „Das stimmt nicht.“

Scheinbar unbeeindruckt vom Rechtsstreit laufen die Bauarbeiten auf der ehemaligen Erweiterungsfläche des St. Huberter Friedhofes. Bauherr und künftiger Betreiber des Seniorenheims ist das Kölner Lazarus-Werk. Das Gebäude wird in einer Fertigbauweise entstehen.

„Anfang März sollen die Module dafür angeliefert werden“, sagt Volker Rübo. Etwa drei bis vier Wochen später sei der Rohbau fertig. „Und dann folgt der Innenausbau“, so Rübo.

Das Lazarus-Werk rechnet damit, dass die ersten Bewohner im Herbst 2015 einziehen können. An den 36 stationären Pflegeplätzen und 14 für die Tagespflege bestand in den vergangenen Monaten bereits reges Interesse.

Weitere Informationen sind beim Lazarus-Werk in Hürth unter Tel. 02233/97250 erhältlich.

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