Der Verein um den Arzt Ramesh Modi schickt medizinische Geräte nach Südasien.

Mit einem Traktor wird der Container vom Verein Somedi beladen.
Mit einem Traktor wird der Container vom Verein Somedi beladen.

Mit einem Traktor wird der Container vom Verein Somedi beladen.

Lange

Mit einem Traktor wird der Container vom Verein Somedi beladen.

Nettetal. Der Seecontainer ist randvoll gepackt mit medizinischen Geräten. "Da passt jetzt kein Blatt mehr rein", sagte Somedi-Geschäftsführer Stefan Voormans. Krankenhausbetten, OP-Lampen, Infusionsständer, Rollstühle, Hydraulikbetten stecken jetzt in dem Container.

Alle Geräte aus dem Krankenhaus Nettetal und der Orthopädischen Klinik Süchteln sind noch voll gebrauchsfähig, entsprechen allerdings nicht mehr den neuesten medizinischen Standards. Darum wurden sie ausgetauscht.

Der Verein Somedi will in Indien zusammen mit dem indischen Hilfswerk "Ratna Nidhi Charitable Trust" ein Krankenhaus zur kostenlosen Behandlung Bedürftiger einrichten. Am Freitag ging der Container, der so groß ist, dass man ihn darin eine Wohnung unterbringen könnte, auf die Schiffsreise nach Südasien.

Einen Monat wird das Schiff unterwegs sein, bevor es im Hafen von Mumbai, dem früheren Bombay, ankommt. Dort wird der Leuther Arzt und Somedi-Vorsitzende Ramesh Modi mit Helfern bereit stehen, um den Container mit der lebensnotwendigen Ware im Empfang zu nehmen. Modi hat den Verein Somedi 1981 gegründet.

"So einfach wie sich der Aufbau des Krankenhauses anhört, ist es nicht"

Möglich ist der Aufbau des Krankenhaus mit Hilfe aus Nettetal und Süchteln nur, weil durch Ramesh Modi Kontakt zu der anerkannten indischen Hilfsorganisation aufgenommen werden konnte. "Denn so einfach, wie sich der Aufbau des Krankenhauses anhört, ist es in der Realität absolut nicht", sagt Voormanns.

Stolz verweist er darauf, dass die Hilfe durch die vielen Spenden bei den Bedürftigen ankommt. Dazu trage auch bei, dass die Verwaltungskosten des Vereins "bei fünf Prozent liegen".

Motor der Aktion ist der Arzt Modi. "Ohne ihn und seine Kontrolle vor Ort ginge es nicht", ist sich Voormanns sicher.

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