In Lobberich ist die Sanierung abgeschlossen. Sorgen bereitet hingegen die Luft in Kaldenkirchen.

Nettetal. In der Seenstadt gibt es Sorgen um Feinstaub-Belastung. Weiteres Thema im jüngsten Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz: Das Grundwasser in Lobberich ist wieder sauber.

Bekommt Nettetal eine Umweltzone wie durch Feinstaub belastete Großstädte? Davon kann noch keine Rede sein. Doch eines steht fest: Die Messstation des Landesumweltamtes an der Straße Juiserfeld in Kaldenkirchen registriert zeitweise Überschreitungen des zulässigen Höchstwertes von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft.

Das bestätigte Dieter Zapf vom Planungsamt im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz. Allerdings werde die bedenkliche Zahl von 35 Höchstwerten im Jahr längst nicht erreicht. Woran aber die zeitweise so hohen Werte liegen, ob am Lastwagen-Verkehr oder am Wetter, müsse noch geklärt werden, so Zapf.

Während die Luft in Kaldenkirchen Sorgen macht, gibt es gute Nachrichten über das Grundwasser in Lobberich: Die wegen Chlorkohlenwasserstoffen seit 2005 laufende Sanierung ist vorzeitig erfolgreich abgeschlossen. Laut Zapf kann das Grundwasser aus Brunnen in Lobberich nun wieder für die Bewässerung in Gärten oder zum Füllen von Schwimmbecken benutzt werden.

Die Verunreinigung des Lobbericher Grundwassers ist ein Überbleibsel vergangener Zeiten. Sie geht zurück auf die Entfettung in der Metallverarbeitung in den 1930er-Jahren und die früheren Rokalwerke, die in den 1970er-Jahren Konkurs anmelden mussten. Ab 1992 wurden auf dem Industrie-Areal, das die Firmen Pierburg (Autobranche) und Rokal/Hansa (Bad-Armaturen), Grundwasser und Boden gereinigt. 2005 ging nahe der Werner-Jaeger-Straße im Norden des Stadtteils eine weitere Reinigungsanlage in Betrieb, die zehn Jahre laufen sollte.

Immer wieder warnten die Behörden eindringlich davor, das Wasser aus selbstgebohrten Brunnen für die Bewässerung von Nutzgärten und das Füllen von Pools zu verwenden. Das ist nun vorbei.

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