Menschen: Ein Biologe verkauft Lebensmittel, sechs Frauen basteln für die Tafel und ein Optiker erkennt den Zappelphilipp.

Nettetal. Freundlichkeit ist sein Markenzeichen: Muhammad Farouq (51) hat ein nettes Wort für jeden Kunden in seinem "Phönix-Shop" in Kaldenkirchen. Dabei hätte er allen Grund, ernst dreinzublicken: "Ich habe noch Verwandte in Afghanistan, mache mir Sorgen um sie".

Der Biologe kam 1989 als politisch Verfolgter nach Deutschland, verkauft hier asiatische Lebensmittel und Geschenkartikel. Stolz ist Muhammad, verheiratet, drei Kinder, auf Sohn Sorab mit seiner Band "Sorab jon asar": "Musik ist immer gut", lächelt er- freundlich wie immer.

Frauen planen für Weihnachten

"Nach Weihnachten ist vor Weihnachten", meint Beatrix Heyer (53) aus Lobberich. Sie war gerade mit ihren fünf Freundinnen "extra auf der Kreativ-Messe in Dortmund, um Ideen und Materialien zu sammeln": Alle Jahre wieder basteln und verkaufen sie Weihnachtskarten und Schmuck zugunsten der Nettetaler Tafel, letztes Mal für über 1000Euro. "Nach den Sommerferien legen richtig wir los", erzählt Beatrix Heyer. Ihre Halsketten aus Papier gibt’s übrigens das ganze Jahr - und nicht nur zu Weihnachten.

Klitsie schaut beim Minigolf nur zu

Auf prächtiges Sommerwetter hofft Fahrradhändler Klitsie (59), der seit drei Jahren den Nettetaler Minigolf-Platz in Hinsbeck betreibt: "Bei schönem Wetter kommen mehr Touristen und Nettetaler Stammgäste." Obwohl der Platz eine richtige Turnieranlage ist, geht es "den meisten Spielern einfach um den Spaß". Auch die überdachten Tretmobile am Minigolfplatz sind gefragt; kürzlich erst hatte Norbert Blüm mit seiner Familie "viel Vergnügen damit". Klitsie selbst hat "leider selbst keine Zeit für Minigolf, aber Spaß beim Zusehen."

Optiker prüft Kinderblicke

Schau mir in die Augen, Kleines! Der Blick von Kindern verrät Walter Giskes (53): "Sehfehler können die Ursache für andere Symptome sein." Der Lobbericher "Fachberater für Funktionaloptometrie" ist Spezialist für die Früh-Erkennung von Augenkrankheiten bei Kindern. Manch ein Kind werde durch eine Sehschwäche zum Zappelphilipp, was "häufig nicht erkannt" werde. Darum klärt Optiker Giskes (E-Mail: walter-giskes@t-online. de) Eltern und Pädagogen in Kindergärten und Schulen auf, "was uns Kinderaugen verraten".

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