Karneval: Die Exzesse rund um das Rathaus in Lobberich will die Stadt eindämmen. Die Details wurden nun im Ausschuss vorgestellt.

Wenn die Möhnen zum Sturm aufs Rathaus mobil machen, kommt es am Rande immer häufiger zu Schlägereien.  (Archiv-
Wenn die Möhnen zum Sturm aufs Rathaus mobil machen, kommt es am Rande immer häufiger zu Schlägereien. (Archiv-

Wenn die Möhnen zum Sturm aufs Rathaus mobil machen, kommt es am Rande immer häufiger zu Schlägereien. (Archiv-

Friedhelm Reimann

Wenn die Möhnen zum Sturm aufs Rathaus mobil machen, kommt es am Rande immer häufiger zu Schlägereien. (Archiv-

Nettetal. Der Randale und dem unmäßigen Alkohol-Konsum beim Altweibersturm aufs Lobbericher Rathaus soll ein Riegel vorgeschoben werden. Und es sieht schlecht aus für Tempo 30 vor dem Schulzentrum Biether Straße in Breyell. Diese beiden Themen waren die Schwerpunkte im Ausschuss für Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Verkehr am Dienstagabend.

In den letzten Jahren häuften sich beim Altweibersturm im Umfeld des Rathauses unangenehme Vorkommnisse. "Insbesondere sind hier stark alkoholisierte Jugendliche und junge Erwachsene, Belästigungen von Passanten, Schlägereien sowie Sachbeschädigungen zu nennen", rief die Verwaltung Ereignisse aus der Vergangenheit in Erinnerung.

Diesmal soll das anders werden. Dazu wurde ein gemeinsames Vorgehen vieler Beteiligter abgestimmt. Vor Altweiber-Donnerstag (19.Februar) verteilt das Kreis-Jugendamt in den Schulen "Elternbriefe". Darin werde in erster Linie die Verantwortung der Eltern unterstrichen, so Nettetals 1.Beigeordneter Armin Schönfelder. Gerade an so einem Tag müssten sie wissen, "wo ist mein Kind und was tut es". Zudem gibt es am 19.Februar ein beachtliches Aufgebot öffentlicher Kräfte am Rathaus.

"Hoffen wir, dass die Maßnahmen fruchten."

Christian Stein (CDU), Ausschuss-Vorsitzender

Hans-Hubert Glock (CDU) hatte die Schulen im Visier: Es dürfe nicht wieder passieren, dass Jugendliche wegen früherem Schulschluss "zwei Stunden vor dem Altweibersturm Zeit hätten, sich volllaufen zu lassen". Schönfelder: "Dazu gibt es bereits Gespräche von Roland Peuthen (Leiter Schulverwaltungs-Amt) mit den Schulleitern."

Erhard Scholz (Bündnis 90/Die Grünen) wies auf die Problematik des Ingenhovenparks hin. Schönfelder: "Auf den werden wir ein besonderes Auge haben."

In den nächsten Tagen wird das Ordnungsamt in einer Schwerpunkt-Aktion Verantwortliche in Alkohol-Verkaufsstellen (Supermärkte/Tankstellen etc.) auf die Einhaltung der Jugendschutz-Bestimmungen hinweisen.

Johannes Peters (FDP), von Beruf Polizist, prognostizierte genau wie sein Berufskollege Glock. Vorsichtiger war Ausschuss-Vorsitzender Christian Stein: "Hoffen wir, dass die Maßnahmen fruchten." Hans-Dieter Heimes (SPD) zeigte sich froh, dass "gegen den Alkohol und für die Jugendlichen" etwas getan werde.

Tempo30 am Schulzentrum: Kreis Viersen und Landebetrieb dagegen

Beinhart bleiben Landesbetrieb Straßenbau und Kreis Viersen in ihrer Ablehnung des städtisch beschlossenen Tempo-30-Abschnitts vor dem Schulzentrum Biether Straße in Breyell zu bestimmten Zeiten. In einem weiteren Gespräch hätten die beiden Behörden "eindeutig signalisiert, sie seien nicht einverstanden", so Schönfelder.

Wenn denn die schriftlichen Stellungnahmen der beiden Behörden vorliegen, will Schönfelder mit den Politikern über die Konsequenzen diskutieren. Klar ist: Der Ausschuss darf demnächst erneut über die Sache brüten. Und ein gütliches Ende ist nicht in Sicht...

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