Feuerwehr: 423 Einsätze gab es für die freiwilligen Helfer. In Erinnerung blieb vor allem der Unfall von zwei Fahrzeugen in Hinsbeck.

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Bei der Nettetaler Feuerwehr stehen die langjähriges Mitglieder in der ersten Reihe (vorne, von links): Hubert Heutz, Horst Peschkes (beide 50Jahre aktiv), Hans Eggen (60Jahre), Bürgermeister Christian Wagner, Theo Heyer und Mathias Schouren (beide 50 Jahre).

Bei der Nettetaler Feuerwehr stehen die langjähriges Mitglieder in der ersten Reihe (vorne, von links): Hubert Heutz, Horst Peschkes (beide 50Jahre aktiv), Hans Eggen (60Jahre), Bürgermeister Christian Wagner, Theo Heyer und Mathias Schouren (beide 50 Jahre).

Lübke

Bei der Nettetaler Feuerwehr stehen die langjähriges Mitglieder in der ersten Reihe (vorne, von links): Hubert Heutz, Horst Peschkes (beide 50Jahre aktiv), Hans Eggen (60Jahre), Bürgermeister Christian Wagner, Theo Heyer und Mathias Schouren (beide 50 Jahre).

Nettetal. "Sie haben einen verdammt guten Job gemacht", lobte Kreisbrandmeister Klaus Riedel am Samstagabend im voll besetzten Seerosen-Saal in Lobberich die Freiwillige Feuerwehr Nettetal. 200 Aktive leisteten im vergangenen Jahr 423 Einsätze (2007: 434) und 31873 (38567) Dienststunden. Die Zahl der Aktiven sank von 200 auf 196.

"Vielleicht hat die Kommunikation etwas gehapert."

Christian Wagner, Bürgemeister, zum Verhalten nach dem Unfall von zwei Einsatzfahrzeugen in Hinsbeck

Bürgermeister Christian Wagner ging noch einmal auf den Verkehrsunfall am 1.September 2008 auf der Hinsbecker Umgehungsstraße ein. An der Ampelkreuzung Landstraße waren zwei Einsatzfahrzeuge aus Leuth und Hinsbeck zusammengeprallt. Sie waren auf dem Weg zum Einsatz in Lobberich, wo bei Abbrucharbeiten auf dem Niedieck-Gelände ein Feuer ausgebrochen war. Sechs Leuther Wehrmänner wurden bei dem Zusammenprall verletzt. Nachdem es teilweise harte Kritik am Verhalten der Verwaltungsspitze gegeben hatte, verbreitete Wagner nochmals seine Sicht der Dinge: "Wehrführer und Verwaltung haben sich intensiv darum gekümmert. Es hat weder bei der Verwaltung noch bei der Feuerwehr fehlerhaftes Verhalten gegeben. Vielleicht hat die Kommunikation etwas gehapert. Es bleibt bei dem Versprechen, weiterhin den Betroffenen zu helfen."

Wehrführer Leo Thoenissen berichtet über das Einsatzgeschehen. 423-Mal wurde die Wehr alarmiert. 127 Brände machten immer noch den größten Einsatz-Anteil aus. Zweitgrößter Posten waren 75Fehlalarme (davon 52 technische durch Brandmeldeanlagen). Immer häufiger gibt es mehr Technische Hilfeleistungen (63). Es gab 29 Personen und neun Tiere in Not, 19 Öl-, sieben Gefahrstoff-, zwei Taucher, zwölf Wasser, acht Wespen-Einsätze. Auch sechs böswillige Alarmierungen ließen die Wehr ausrücken. Die Liste der Einsätze getrennt nach Stadtteilen: 107 für Lobberich, 97 Breyell, 80 Kaldenkirchen, 72 Schaag, 43 Hinsbeck und 24 für Leuth.

Neu ist bei der Nettetaler Feuerwehr der Posten des 2.stellvertretenden Wehrführers. Zu dem wurde Hans Willi Lehnen (Schaag) ernannt. Chef der Nettetaler Gesamtwehr ist nach wie vor Wehrführer Leo Thoenissen, 1.Stellvertreter ist Hans Moors.

Zum Abschluss zeichnete Klaus Riedel Heinz-Willi Schmitz aus. Der Leiter des Fachbereichs öffentliche Sicherheit, Ordnung und Verkehr bei der Stadt, der Anfang April in Pension geht, bekam für seine Verdiente um das Feuerlöschwesen das silberne Verdienstabzeichen des Kreis-Feuerwehrverbandes.

Die Kreisfeuerwehrkapelle spielte eine verjazzte Version von "Alte Kameraden", als die Altersjubilare geehrt wurden. 60 Jahre dabei sind Hans Eggen (Hinsbeck) und Anton Lamers (Kaldenkirchen). 50 Jahre: Hubert Heutz (Breyell), Ma-thias Schouren (Leuth), Horst Peschkes (Lobberich) und Theo Heyer (Schaag). Goldene Ehrenzeichen des Innenministers für 35 Dienstjahre: Herbert Heutz und Stefan Siemes (Breyell), André Mayus (Kaldenkirchen), Dirk Moll und Lutz Schönbrodt (Leuth), André Dohmes und Jörg Peschkes (Lobberich) sowie Jürgen Reitz (Schaag). Silberne Ehrenzeichen für 25Jahre Dienstzeit: Jürgen Siemes (Breyell), Ernst und Reiner Wackertapp (Hinsbeck), Paul Wefers (Leuth), Peter Ix (Lobberich) und Ernst Winkels (Hinsbeck).

32 Wehrleute wurden befördert. Fünf waren besonders stolz: Sie erhielten mit der Urkunde ihren ersten roten Ärmelstreifen. Zu Feuerwehrmann/-frau wurden Niklas Albers und Jan Niklas Schmitz (beide Leuth), Barbara Rütten und Maik Schlünkes (beide Lobberich) und Bill Sergej (Schaag) befördert.

Zusammen waren sie 86 Jahre in der Feuerwehr aktiv. Aus gesundheitlichen Gründen wurden sie am Samstag in die Ehrenabteilung versetzt: Erich Seifert (Breyell, 33 Jahre aktiv), Paul Wefers (Leuth, 35Jahre) und Bernd Visè (Kaldenkirchen, 18 Jahre).

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