Beim „Dance Battle“ machten 25 junge Akteure in der Lobbericher Arche mit. Getanzt wurde in drei Kategorien.

Mann gegen Mann kämpfen die jungen Tänzer um die Gunst der Jury. Tolle Tricks werden mit Szenenapplaus gewürdigt.
Mann gegen Mann kämpfen die jungen Tänzer um die Gunst der Jury. Tolle Tricks werden mit Szenenapplaus gewürdigt.

Mann gegen Mann kämpfen die jungen Tänzer um die Gunst der Jury. Tolle Tricks werden mit Szenenapplaus gewürdigt.

Mann gegen Mann kämpfen die jungen Tänzer um die Gunst der Jury. Tolle Tricks werden mit Szenenapplaus gewürdigt.

Lobberich. Aiman, Tänzername Moon K., grinst seinen Gegner an und zeigt, was er kann. Seine abgehackten Bewegungen gleichen denen einer Maschine, sein Körper zuckt taktgenau. Aiman lässt sich auf die Knie fallen, setzt passgenaue Bewegungen auf den mit dickem Bass unterfütterten Tetris-Sound. So viel Einsatz wird mit Szenenapplaus belohnt, das fachkundige Publikum ist aus dem Häuschen.

"Das ist einfach cool, etwas durch den eigenen Körper auszudrücken."

Elisabeth, Hip-Hop-Tänzerin

Der zweite "Dance Battle" im Jugendzentrum Arche, der sportliche Tanzwettbewerb für junge Leute, lockte Akteure aus Nettetal und Umgebung an. Unterteilt in die Musikkategorien Hip Hop, House und Breakdance wurde zur Musik von DJ Alex Gadjali getanzt, bis die Sohlen qualmten. "Das ist einfach cool, etwas durch den eigenen Körper auszudrücken", sagt Hip-Hop-Tänzerin Elisabeth (18), eine von wenigen weiblichen Teilnehmern. "Tanzen ist mein Leben", meint Benny (19) aus Süchteln. Seine Kollegen der in der Arche ansässigen Breakdance-Formation "New Basic Moves" gaben den Anstoß zum Wettkampf. Für Benny ist der Sport Stressabbau, dort trifft er Freunde und hört coole Musik. Neffe Scheyham war mit acht Jahren der jüngste Teilnehmer. Das Naturtalent zeigte neben "Basics" auch eigene Tricks.

Zwei Tänzer zeigen abwechselnd in zwei Mal zwei Minuten ihr Können

Benny erklärt die englischen Fachausdrücke: "Als Styles bezeichnen wir die Bewegungen mit Füßen, Beinen und Händen. Voller Körpereinsatz ist bei den Powermoves gefragt." Schon ertönen wieder dicke Bässe. Es geht weiter. Zwei Tänzer stehen sich gegenüber, ein Mikrofon wird zwischen beiden auf dem Boden gedreht. Es fängt an, auf wen das Mikro am Ende zeigt. Zur lauten Musik messen sich die Kontrahenten abwechselnd, zwei Mal zwei Minuten. Dann entscheidet die dreiköpfige Jury per Fingerzeig, wer den "Head to Head Dance Battle" gewonnen hat.

"Wir beurteilen die Qualität der Bewegung und die Kreativität."

Tobi, Jury-Mitglied

Für den ersten Platz aller drei Kategorien gab es ein Preisgeld von 100 Euro. "Wir beurteilen die Qualität der Bewegung und die Kreativität", sagt Jury-Mitglied Tobi aus Krefeld. Der 26-Jährige ertanzte sich 2008 mit der "TNT Crew" den Deutschen Meisterschaftstitel beim Breakdance "Battle of the year" in Hannover. Jurykollege P. Dee aus Aachen schaut auf Akrobatik. Und der 20-jährige P-Jay aus Duisburg sammelt seit Jahren Tanzerfahrung im House-Bereich, schult so sein Tänzer-Auge. Vor allem die Tricks, die jeder selbst entwickelt, führen zum eigenen Tanzstil. Der Ehrenkodex verbietet es den Tänzern, andere nachzumachen. Und so geht es weiter: Der Gegner wird angegrinst, jeder zeigt, was er kann...

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer