Vor 50 Jahren vereinigten sich Sebastianus- und Marienschützen. Am Wochenende wurde deshalb gefeiert.

Nach einer Stärkung mit Bier und Würstchen wird der 14 Meter lange weiße Prunkbaum an der Königsresidenz Düsseldorferstraße 115 aufgestellt. Dort residiert König Sebastian.
Nach einer Stärkung mit Bier und Würstchen wird der 14 Meter lange weiße Prunkbaum an der Königsresidenz Düsseldorferstraße 115 aufgestellt. Dort residiert König Sebastian.

Nach einer Stärkung mit Bier und Würstchen wird der 14 Meter lange weiße Prunkbaum an der Königsresidenz Düsseldorferstraße 115 aufgestellt. Dort residiert König Sebastian.

Friedhelm Reimann

Nach einer Stärkung mit Bier und Würstchen wird der 14 Meter lange weiße Prunkbaum an der Königsresidenz Düsseldorferstraße 115 aufgestellt. Dort residiert König Sebastian.

Lobberich. Lobberich hisste schon am Samstag die weiße Flagge - aber man kapitulierte nicht, sondern feierte mit der Vereinigten St. Sebastianus Bruderschaft und St. Marien Bruderschaft deren Zusammenschluss vor 50 Jahren.

Nicht nur die historische weiße Fahne Lobberichs mit den drei Leoparden-Köpfen war gehisst. So hatte auch König Sebastian vor der weißen Fassade seiner Residenz an der Düsseldorfer Straße die blaue Nettetal-Fahne gehisst, während sein Vater Hans Beckers, Alt- und Dekanatskönig (1974) vor der roten Klinkerwand seines Hauses die weiße Lobbericher Fahne hochgezogen hatte.

Bier und Brühwürstchen vor harter Arbeit beim Aufstellen des Baums

Um 15.15 Uhr ertönte das Kommando Antreten vor der Stabs-Residenz "Stiels-Boos" an der Breyeller Straße. Erstmals gab Robert Hellmann das Kommando. Er vertritt beim Jubiläums-Schützenfest Roland Schrömges, der diesmal als Minister andere Aufgaben hatte. Begleitet von Pfarrorchester Leuth (mit dem musikalischen Leiter Peter Mahr) und dem Bundesspielmannszug "Frisch auf" Hinsbeck, angeführt vom Tambour-Major Willibald Antwerpen, zog der bunte Schützenzug durch den Stadtkern zum Brudermeister Karl Funcke in der Fußgängerzone und von dort "bergauf" zur Königsresidenz am Ende der Düsseldorfer Straße.

Vor dem Aufstellen des 14Meter langen weißen Prunkbaums gab’s zunächst 30 Minuten Pause. Mit Bier und Brühwürstchen, serviert von den Maltesern, die so das bei den Messdienern und den Maltesern aktive Dreigestirn unterstützen.

Der zu lange Zugweg und das schlechte Wetter sorgten für Kritik

17 schwarz-befrackte Männer schulterten den am Vortag im Garten abgelegten Fichtenstamm, arretierten ihn und überließen danach den Jägern das Schmücken und Anbringen der Königskrone.

Montag 10 Uhr, Messe in der Alten Kirche; danach Kranzniederlegung auf dem Friedhof; anschließend Frühschoppen bei Stiels-Boos, 17.30 Uhr, Parade-Festzug vor der Tribüne am Alten Rathaus, 20 Uhr, Königsgalaball im Festzelt Ingenhovenpark mit der Lobbericher Kapelle Saturn.

Einige hundert Zuchauer erlebten am Samstagabend den großen Zapfenstreich im Ingenhovenpark, den das Pfarrorchester Leuth und der Bundesspielmannszug Hinsbeck musikalische gestalteten. Beifall gabs auch für König Sebastian sowie wie die beiden Minister Fabian Heitzer und Roland Schrömges.

Am Sonntag Morgen zog der Festzug, angeführt von General Heinz-Jakob Pollmanns auf einem Schimmel und Major Jochem Lehnen und Hauptmann Heinz Janßen auf Rappen durch die Stadt in den Park. Bei Regen und einem sechs Kilometer langen Weg kein ungetrübtes Vergnügen: "An vielen Stellen sind überhaupt keine Zuschauer", ließen sich enttäuschte Stimmen vernehmen. Der Regen vertrieb das Publikum dann auch schnell wieder aus dem Park, während der Bürgerball im Festzelt im Ingenhovenpark gut besucht war.

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