Jetzt fehlt noch ein Kandidat für das Bürgermeisteramt. Den wollen die Genossen im Februar präsentieren und wählen.

Top Drei der SPD-Liste: Irene Steeger.
Top Drei der SPD-Liste: Irene Steeger.

Top Drei der SPD-Liste: Irene Steeger.

Top Drei der SPD-Liste: Andreas Gareißen.

Top Drei der SPD-Liste: Jürgen Pascher.

WZ–Archiv, Bild 1 von 3

Top Drei der SPD-Liste: Irene Steeger.

Kempen. Die SPD Kempen will einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken. Dieser werde aber erst im Februar gewählt, erklärte Jürgen Pascher bei der Mitgliederversammlung der Sozialdemokraten am Mittwochabend. Gegenüber der WZ hatte er das bereits am Dienstag bestätigt. Ein Name soll vorher nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

Parteivorsitzender Pascher betonte mit Blick auf die Kommunalwahl am 25. Mai die Wichtigkeit, die absolute Mehrheit der CDU zu verhindern: „Wir wollen nicht, dass die Politik in den Hinterzimmern einer Partei gemacht wird.“

„Ich hoffe, dass die Zahl wieder zweistellig wird.“

Andreas Gareißen, Fraktionschef, zur Zahl der SPD-Ratsmitsglieder; derzeit sind es neun

Fraktionschef Andreas Gareißen gab mit Blick auf die bisher neun SPD-Ratsmitglieder das Ziel der Kommunalwahl im Mai aus: „Ich hoffe, dass diese Zahl wieder zweistellig wird.“ Dafür will die SPD kämpfen. Man wolle mit einer starken Fraktion der CDU besser entgegentreten. Dafür brauche man eine „schlagkräftige Truppe“. Und diese wurde am Mittwochabend von den 35 Anwesenden gewählt.

Heidi Grochtmann wird nicht mehr im Rat vertreten sein

Angeführt wird die Liste der Kandidaten von Andreas Gareißen, Vize-Bürgermeisterin Irene Steeger und Jürgen Pascher. Heidi Grochtmann wird im nächsten Rat nicht mehr dabei sein. Neu auf den vorderen Plätzen sind Birgit Halbach (Platz 6), Renate Schmitz (8) und Martina Güldenbog (10). Ratsherr Heinz Wiegers steht auf Listenplatz 11.

Hinterzimmerpolitik: SPD kritisiert CDU und Bürgermeister Rübo

Die Wahlkreis-Kandidaten (in der Reihenfolge der Reserveliste): Andreas Gareißen, Irene Steeger, Jürgen Pascher, Hannelore Gronow (St. Hubert), Detlef Krahé (Tönisberg), Birgit Halbach, Hermann Mechle (St. Hubert), Renate Schmitz, Lutz Strothmann, Martina Güldenbog (St. Hubert), Heinz Wiegers, Eva Pascher-Bellmann (Wahlbezirk Schmalbroich/Unterweiden), Tim Hegmanns (St. Hubert), Marga Nieting, Klaus Hegmanns (Tönisberg), Anni Rosenfeld, Stefan Kiwitz, Reinhard Kollers, Helge Schulz zur Wiesch und Thomas Kluyken (St. Hubert).

Für drei Wahlkreise hat die SPD Direktvertreter aufgestellt: Martina Güldenbog (für Irene Steeger), Tim Hegmanns (für Hermann Mechle) und Klaus Hegmanns (für Detlef Krahé).

Für den Wahlkampf will die Partei „Runde Tische“ bilden und Schwerpunktthemen erarbeiten. Auch die Bürger sollen einbezogen werden, um so ein kurzes und knackiges Wahlprogramm zu erarbeiten.

Gareißen übte scharfe Kritik an der Stadtverwaltung, Bürgermeister Volker Rübo und der CDU. Die Mehrheitsfraktion und der Bürgermeister würden Hinterzimmerpolitik betreiben. Und die FDP dackele hinterher. „Eine Zusammenarbeit im Rat gibt es nicht“, bemängelte Gareißen. Als aktuelle Beispiele dafür nannte er unter anderem die Entwicklung des Königshütte-Sees, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen möglichst schnell vorangetrieben werde, das Zechengelände in Tönisberg, zu dem Gutachten und Begehungen vorenthalten worden seien, sowie den Regionalplan, bei dem jede Bürgerbeteiligung fehle.

Jürgen Pascher kritisierte die hohen Kosten, die der Stadt durch den Klosterhof entstünden. Zwar sei die SPD nie gegen den Klosterhof gewesen, sehr wohl aber gegen die Art der Finanzierung. Eine von der SPD eingeforderte Kostenaufstellung sei „Schrott“ gewesen. Aber mehrere Millionen habe das Projekt die Bürger in Kempen gekostet.

Streit um das Wahlverfahren zur Reserveliste

Aus dem Kreistag berichtete Eva Pascher-Bellmann von den Arbeiten zum Masterplan. „Ich höre aus Kempen dazu nichts“, bemängelte sie. Dabei sei es sehr wichtig, dass sich auch die Räte der Städte und Gemeinden einbringen. „Ich erwarte, dass Ihr da dranbleibt“, sagte sie ihren Genossen im Kempener Stadtrat.

Nach der Wahl der Kandidaten waren nicht alle Mitglieder zufrieden mit der Regelung, dass auf der Reserveliste abwechselnd Männer und Frauen aufgestellt werden. So bekannte sich Reinhard Kollers dazu, Gegner des Verfahrens zu sein. Neue Mitglieder hätten, wenn sie weiblich sind, so eine bessere Chance auf einen aussichtsreichen Listenplatz, als so mancher verdiente Mann. „Ich persönlich halte das für falsch“, so Kollers.

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